Ergonomisch arbeiten am Computer

Viele Menschen an Bildschirmarbeitsplätzen leiden unter Bewegungsschmerzen, dem so genannten „
RSI-Syndrom“ (Repetitive Strain Injury). Diese auch als „Mausarm“ bezeichneten Beschwerden lassen sich durch die Ausstattung und den
ergonomischen Aufbau des Arbeitsplatzes vermeiden bzw. reduzieren. Nachfolgend wird der richtige Einsatz eines Stifttabletts erläutert. Dabei kann der Stift als Eingabegerät nicht nur zum Malen und Zeichnen, sondern für alle allgemeinen Anwendungen wie beispielsweise zum präzisen Navigieren genutzt werden.
Ergonomische Grundhaltung
Eine
ergonomische Grundhaltung Ihrer Arme erreichen Sie durch entspanntes Ablegen der Unterarme auf eine freie Tischplatte. Wenn Sie dann den Stift eines Tabletts zur Hand nehmen, ändert sich die Grundhaltung kaum. Greifen Sie aber zur Maus, müssen Sie Ihre Gelenke verdrehen. Ein ergonomischer Vorteil der Stift- gegenüber der
Maus-Navigation resultiert aus diesem Unterschied.
Optimalposition des Tabletts
Entfernen Sie alle Gegenstände zwischen sich und dem Monitor und legen Sie dann Ihre Unterarme entspannt auf die Tischplatte. Nehmen Sie jetzt den Stift in die Gebrauchshand, so dass seine Spitze dicht über der
Tablettoberfläche schwebt. Optimal ist, wenn das
Tablett mittig direkt unter der Stiftspitze liegt. Größere Tabletts (A4, A3) werden etwas näher zum Monitor geschoben, damit das Ellbogengelenk nicht unter 90° abzuwinkeln ist, das Handgelenk nie nach unten abgeknickt werden muss und der vordere Teil des Unterarms aufliegen kann.
Kompromiss-Position bei Langtastaturen
Falls Sie als Rechtshänder eine Langtastatur mit angefügtem Zahlen-Block verwenden, müssen Sie einen Kompromiss zwischen Tastatur- und Tablett-Position finden. Schieben Sie mit der Tastatur das Tablett soweit nach rechts, dass bei Stift- und Tastenbedienung Ihre beiden Handgelenke möglichst wenig abgeknickt sind. Bei Linkshändigkeit sollte das Tablett direkt neben die Tastatur geschoben werden. Da in der deutschen Sprache die linke Hand zu 75% an der
Schreibarbeit beteiligt ist, sollte der gewohnte Winkel im linken Handgelenk beibehalten werden und die Tastatur in der gewohnten Position bleiben.
Handhabung
Der Stift wird wie bei handschriftlichen Notizen mit
Bleistift oder Kugelschreiber gehalten, leicht und locker. Die Handkante berührt das Tablett völlig druckfrei. Links-Schreiber sollten ihre Handhaltung überprüfen: Auf dem Tablett gibt es nichts zu lesen, das durch die Schreibhand verdeckt werden könnte. Linkshändige Rechtsschreiber sollten den Stift in der linken Hand halten, weil das Tablett am linken Rand von Lang-Tastaturen besser aufgehoben ist als am rechten.
Stifthaltung
Der Stift sollte gut in der Hand liegen; bei zu dünnen Stiften kann es leicht zu
Verkrampfungen kommen, die eine nachträgliche Verdickung des Stiftes notwendig machen können. Die Stifte bekannter Hersteller sind in der Regel für einen großen Bereich an Handgrößen geformt und bedürfen selten Veränderungen. Sie bewirken wegen ihrer
ergonomischen Formgebung einen günstigen Haltedruck. Fassen Sie den Stift eher „zu lang“ als „zu kurz“ und in Schräglage an, wie einen herkömmlichen Bleistift oder Kugelschreiber; das verhindert Verkrampfungen.
Antippen statt Andrücken
Drücken Sie nicht mit dem Stift aufs
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