Verhütung mit Hormone

Pille (Kombinationspille)
Tägliche Einnahme einer Kombination von Hormonen (Oestrogen und Gestagen).
So funktioniert diese Methode
Um zu verstehen, wie die
Pille wirkt, muss man wissen, wie es zu einer Schwangerschaft kommt. Das Eintreten einer
Schwangerschaft hängt von einer Reihe von Ereignissen ab.
- In den Eierstöcken einer fruchtbaren Frau reift jeden Monat eine Eizelle heran.
- Der Moment, in dem die Eizelle aus dem Eierstock freigesetzt wird, wird Eisprung genannt. Die Eizelle kann zu einem beliebigen Zeitpunkt während der folgenden 72 Stunden befruchtet werden.
- In dieser Zeit wird das Eintreten einer Schwangerschaft durch eine Veränderung des Gebärmutterhals-Schleims erleichtert. Aus einer dicken, weisslichen, zähen Substanz wird ein glitschiger und klarer Schleim. Dieser ‘fruchtbare Schleim’ hält die Spermien am Leben und ermöglicht es ihnen, aufwärts in die Gebärmutter und durch die Eileiter zu schwimmen, um dort auf die Eizelle zu treffen.
- Die Spermien treffen auf die Eizelle, während diese durch den Eileiter Richtung Gebärmutter wandert. Das schnellste Spermium befruchtet die Eizelle. Inzwischen hat sich die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vorbereitet.
- Alle diese Ereignisse werden von natürlichen Hormonen reguliert.
Wenn Sie die Kombinationspille einnehmen, wird Ihr Zyklus von synthetischen Hormonen reguliert, die den Hormonen, die Ihr Körper bildet, sehr ähnlich sind. Die in der Pille enthaltenen Hormone bewirken drei wichtige Veränderungen.
- Sie verhindern den Eisprung: es wird also keine Eizelle freigesetzt.
- Die Gebärmutterschleimhaut wird nicht genügend auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet.
- Das Sekret des Gebärmutterhalses bleibt zähflüssig und für die Spermien undurchlässig.
Zuverlässigkeit
98 % - über 99 % (bei korrekter Anwendung)
Vorteile
- Keine Beeinträchtigung der Spontaneität beim Sexualverkehr.
- Nach dem Absetzen der Pille kehrt die Fruchtbarkeit in der Regel bald zurück.
- Verringert das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen.
- Führt meist zu kürzeren und weniger schmerzhaften Perioden.
- Kann Akne verbessern.
- Kann einen unregelmässigen Zyklus regulieren.
Nachteile
- Es muss täglich an die Pilleneinnahme gedacht werden.
- Durchfall, Erbrechen und Einnahme von anderen Medikamenten können die Zuverlässigkeit verringern.
- Kann Nebenwirkungen verursachen.
- Kein Schutz vor Geschlechtskrankheiten.
Minipille
Tägliche Einnahme eines Hormons (Gestagen).
So funktioniert diese Methode
- Die Minipille ist ein reines Gestagenpräparat und sollte nicht mit der Kombinationspille verwechselt werden.
- Die Hauptwirkung der Minipille besteht in einer Veränderung des Schleims am Gebärmuttereingang. Der Schleim wird dick und klebrig und hindert die Spermien daran, in die Gebärmutter einzudringen. Die Minipille verändert auch die Gebärmutterschleimhaut, so dass sich eine eventuell befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.
- Die neue, hochdosierte Minipille verhindert zusätzlich den Einsprung.
Zuverlässigkeit
96% - über 99 % (bei korrekter Anwendung)
Vorteile
- Keine Beeinträchtigung der Spontaneität beim Sexualverkehr.
- Nach dem Absetzen der Minipille kehrt die Fruchtbarkeit in der Regel bald zurück.
- Verringert das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen.
- Kann während des Stillens angewandt (und schon bald nach einer Geburt eingenommen) werden.
Nachteile
- Es muss täglich an die Pilleneinnahme zur genau gleichen Zeit gedacht werden.
- Durchfall, Erbrechen und Einnahme von anderen Medikamenten können die Zuverlässigkeit verringern.
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