3-Monats-Spritze (Hormonspritze)
Die 3-Monats-Spritze enthält ein Gestagenhormon und wird alle 3 Monate intramuskulär verabreicht.So funktioniert diese Methode
Das Gestagen gelangt über den Blutkreislauf zum Fortpflanzungssystem, wo es den Eisprung verhindert und den Schleim des Gebärmutterhalses verdickt, was die Spermien am Eintritt in die Gebärmutter hemmt. Zudem wird die Beweglichkeit der Spermien beeinträchtigt und die Gebärmutterschleimhaut bleibt dünn, so dass sich eine eventuell befruchtete Eizelle gar nicht einnisten kann.Zuverlässigkeit
99 %Vorteile
- Keine Beeinträchtigung der Spontaneität beim Sexualverkehr.
- Langfristige Verhütungsmethode (wenn alle 3 Monate erneuert).
Nachteile
- Die Fruchtbarkeit kehrt erst 6 bis 24 Monate nach der letzten Spritze zurück.
- Für jede Injektion ist ein Arztbesuch notwendig.
- Dosis kann nicht angepasst werden.
- Kann Nebenwirkungen verursachen (unregelmässige Blutungen, Gewichtszunahme, Akne).
- Kann z. B. bei Nebenwirkungen nicht vorzeitig entfernt werden.
- Kein Schutz vor Geschlechtskrankheiten.
Hormonimplantat
Das Hormonimplantat ist ein streichholzförmiges Stäbchen, das in die Innenseite des Oberarms implantiert wird (unter lokaler Betäubung).So funktioniert diese Methode
Das Stäbchen setzt langsam kleine Dosen eines Gestagenhormons frei, das über den Blutkreislauf zum Fortpflanzungssystem gelangt. Dort verhindert es den Eisprung und verdickt den Schleim des Gebärmutterhalses, was die Spermien am Eintritt in die Gebärmutter hemmt. Zudem wird die Beweglichkeit der Spermien beeinträchtigt und die Gebärmutterschleimhaut bleibt dünn, so dass sich eine eventuell befruchtete Eizelle gar nicht einnisten kann.Zuverlässigkeit
über 99 %Vorteile
- Keine Beeinträchtigung der Spontaneität beim Sexualverkehr.
- Langfristige Verhütungsmethode (3 Jahre).
- Die Fruchtbarkeit kehrt sofort nach dem Entfernen zurück.
- Kann während des Stillens angewendet (und schon bald nach einer Geburt implantiert) werden.
Nachteile
- Operativer Eingriff für Einlage und Entfernung notwendig.
- Narbenbildung möglich.
- Kann Nebenwirkungen verursachen (unregelmässige Blutungen, Gewichtszunahme, Akne).
- Kein Schutz vor Geschlechtskrankheiten.
Hormonspirale
Die Hormonspirale ist ein T-förmiges System, das direkt in die Gebärmutter eingesetzt wird und dort winzige Dosen des Gestagenhormons Levonorgestrel freisetzt.So funktioniert diese Methode
Das freigesetzte Gestagen verdickt den Schleim des Gebärmutterhalses, was die Spermien am Eintritt in die Gebärmutter hemmt. Zudem wird die Beweglichkeit der Spermien beeinträchtigt und die Gebärmutterschleimhaut bleibt dünn, so dass sich eine befruchtete Eizelle gar nicht einnisten könnte. Da die Hormonspirale direkt in der Gebärmutter liegt, ist die Wirkung vorwiegend lokal und die Hormonspirale kommt mit geringsten Hormondosen aus.Zuverlässigkeit
über 99 %Vorteile
- Keine Beeinträchtigung der Spontaneität beim Sexualverkehr.
- Langfristige Verhütungsmethode (5 Jahre).
- Praktisch keine Beeinflussung des natürlichen Hormonzyklus (vorwiegend lokale Wirkung in der Gebärmutter).
- Die Fruchtbarkeit kehrt sofort nach Entfernen der Hormonspirale zurück.
- Kann während des Stillens angewandt (und schon bald nach einer Geburt eingesetzt) werden.
- Nach Anfangsphase generell kürzere, schwächere und weniger schmerzhafte Blutungen.
- Kann bei verlängerter und verstärkten Blutungen (Hypermenorrhoe) auch therapeutisch eingesetzt werden.
Nachteile
- Kann v.a. in den ersten Monaten Nebenwirkungen verursachen (unregelmässige Blutungen, Krämpfe, selten Akne).
- Kann ausgestossen werden.
- Kein Schutz vor Geschlechtskrankheiten.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.sro.ch)


