Produkten mit dem ECARF-Siegel zusätzlich weitere mögliche Allergene aufgelistet, die wissentlich in der Rezeptur des Produktes verwendet wurden. Das Allergiesiegel überprüft damit nicht nur die gesetzlich geforderte Nennung von Inhaltsstoffen, sondern auch unbeabsichtigte Allergenspuren und eine zusätzliche Deklaration weiterer häufiger Allergene, wenn sie in der Rezeptur des Nahrungsmittels verwendet wurden“, erklärt Professor Dr. Torsten Zuberbier, Sprecher des Allergie- Centrum-Charité in Berlin und Leiter von ECARF.

Vergabe des Siegels

Das Siegel wird auf Antrag des Nahrungsmittelherstellers kostenfrei vergeben, sobald ein unabhängiges Institut das Produkt kontrolliert und hinsichtlich der Qualitätsanforderungen überprüft hat. Sind die ECARF-Kriterien erfüllt, so darf der Hersteller das Produkt durch das Siegel auf der Verpackung oder Umverpackung als Allergikerfreundlich kenntlich machen. Die Vergabe erfolgt befristet auf zwei Jahre, kann aber bei Nachweis der Einhaltung der Richtlinien verlängert werden. Während der gesamten Laufzeit des Siegels verpflichtet sich der Hersteller, Veränderungen der Produktionsabläufe oder Veränderungen bei der Produktzusammensetzung bekannt zu geben. Gleichzeitig muss eines der Prüfinstitute beauftragt werden, ein Ergänzungsgutachten zu erstellen, durch das die Vergabekriterien bestätigt werden können. Um das Allergenmanagement und die Produktionsabläufe für die Verbraucher möglichst transparent zu halten, sind die Hersteller dazu aufgefordert, der Öffentlichkeit ausführliche Informationen zur Verfügung zu stellen.

Prüfinstitute

Bei der Umsetzung des ECARF-Qualitätssiegels kommt den beteiligten unabhängigen Prüfinstituten eine besonders hohe Verantwortung zu. Sie führen nach Vergabe des Zertifikates regelmäßig Stichproben der Produkte durch, um die Einhaltung der Richtlinien zu überprüfen und damit auch die Glaubwürdigkeit des Siegels zu bestätigen. Darüber hinaus stehen sie bezüglich des Allergenmanagements im engen Kontakt zu den Herstellern, mit denen sie gemeinsam Schulungs- und Überwachungsmaßnahmen festlegen.

Was garantiert das Siegel nicht?

Die Sensibilisierung auf ein Allergen ist individuell verschieden und von vielen Faktoren abhängig. Das Siegel stellt eine Auszeichnung der Qualitätsanstrengung der Hersteller dar, kann aber keinesfalls eine absolute Sicherheit für alle Allergien garantieren. Hochgradig allergische Patienten, die in der Vergangenheit zum Beispiel mit Kreislaufbeschwerden oder Luftnot reagiert haben, sollten sich unbedingt ausführlich beim Allergologen und Ernährungsfachberater über mögliche Gefahren durch versteckte Allergene, zum Beispiel durch Kontamination im Herstellungsprozess, informieren. Eine ausführliche, persönliche Unterweisung des Arztes zur Verwendung einer Notfallmedikation, die hochgradige Allergiker immer mit sich führen sollten, ist ebenfalls unerlässlich.

Das ECARF-Siegel steht für:

(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.dha-allergien.de)




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