Übergewicht, ein Überproblem!

 
Übergewicht, ein Überproblem!

Was sind die Trends bei Adipositas und Übergewicht?


Weltweit tauchen nun Beweise dafür auf, dass die Verbreitung von Übergewicht und Fettleibigkeit dramatisch ansteigt und dass das Problem sowohl bei Kindern und nicht nur bei Erwachsenen auftritt.

Die umfassendsten Daten über die weltweite Verbreitung der Fettleibigkeit sind jene, die im MONICA-Projekt (MONItoring of trends and determinants in CArdiovascular disease study) [14] der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhoben wurden. Zusammen mit Informationen aus nationalen Umfragen zeigen diese Daten, dass in den vergangenen 10 Jahren ein Anstieg der Adipositas von 10 bis 14 % erfolgte, wobei er bei Männern zwischen 10 und 20 % und bei Frauen zwischen 10 und 25 % liegt [15]. Den alarmierendsten Anstieg hat man dabei in Großbritannien beobachtet, wo nahezu zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen übergewichtig oder fettleibig sind [16]. Zwischen 1995 und 2002 hat sich Fettleibigkeit bei Jungen von 2,9% auf 5,7% verdoppelt, und bei Mädchen stieg sie von 4,9% auf 7,8%. Einer von fünf Jungen und eines von vier Mädchen ist übergewichtig oder fettleibig. Unter jungen Männern zwischen 16 und 24 Jahren nahm Fettleibigkeit von 5,7% auf 9,3% zu, bei jungen Frauen von 7,7% auf 11,6% [17]. Die "International Obesity Task Force" überwacht die Daten zu Übergewicht (www.iotf.org).

Was sind die gesundheitlichen Konsequenzen von Fettleibigkeit und Übergewicht?

Die gesundheitlichen Konsequenzen von Adipositas und Übergewicht sind vielfältig und unterschiedlich. Sie reichen von einem gesteigerten Risiko eines vorzeitigen Todes bis zu verschiedenen - zwar nicht tödlichen, jedoch entkräftenden und psychologischen - Beschwerden, die einen nachteiligen Effekt auf die Lebensqualität haben [18].

Die häufigsten Gesundheitsprobleme, die mit Übergewicht und Fettleibigkeit in zu Zusammenhang stehen, sind:
  • Typ-II-Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck
  • Atemwegserkrankungen (Schlaf-Apnoe-Syndrom)
  • einige Krebsarten
  • Knochen- und Gelenksentzündungen
  • psychologische Probleme
  • Abfall der wahrgenommenen Lebensqualität
Das Maß an Risiken wird beispielsweise durch die relative Höhe beeinflusst, in der das Körpergewicht überhöht ist, ferner dadurch, wo Körperfett eingelagert ist, durch das Ausmaß der Gewichtszunahme im Erwachsenenalter sowie durch das Maß an körperlicher Aktivität. Die meisten dieser Probleme lassen sich mit einer relativ geringen Gewichtsabnahme (10 bis 15 %) lösen, besonders dann, wenn auch gleichzeitig die körperlichen Aktivitäten gesteigert werden.

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