Eine Atopikerkarriere muss nicht sein!

Es ist
Hochsaison. Allergische Reaktionen an Haut und Schleimhäuten mit den bekannten Symptomen wie ständiges Niesen, wässrige Rhinorrhoe, juckende oder verstopfte Nase, Juckreiz am Gaumen, Jucken, Tränen der
Augen und periorbitalem Ödem sowie Juckreiz, Quaddelbildung und Rötung der Haut vermögen die prächtigste Frühsommerstimmung gewaltig zu dämpfen.
Die Zunahme allergischer Krankheiten in den Industrieländern ist unumstritten
Derzeit sind ca. 20-30 % der
Kinder betroffen. Auch wenn manche Eltern meinen in der verstopften Nase ihres Säuglings Heuschnupfen zu erkennen, gibt es keine schlüssigen Beweise für das Vorliegen einer allergischen Rhinoconjunctivitis im Säuglingsalter.
Risikofaktoren für eine Atopikerkarriere
Nachdem jedoch entsprechende Risikofaktoren für die Entwicklung einer
atopischen Krankheit bereits pränatal vorhanden sind, sollte es unser Anliegen sein, das Risiko einer vorprogrammierten Atopikerkarriere weitgehend zu minimieren. Risikofaktoren bestehen jedoch auch für Säuglinge und
Kinder.
- Pränatal: Eltern sind Atopiker (Hochrisiko Fetus), mütterliche Exposition (Tabakrauch, Inhalations-, Nahrungsmittel Allergene)
- Säugling: Frühgeburtlichkeit, frühes Abstillen (Kuhmilch), Geburtsmonat (unterschiedliche Allergenexposition), männliches Geschlecht, Passivrauchen, schlechte Soziale Verhältnisse, Luftschadstoffe, Infekte (?)
- Kind: Ungenügende Therapie, späte Intervention (Allergenkarenz, antiinflammatorische Therapie, Immuntherapie)
Rolle viraler Infekte
Die genetische
Prädisposition kann nicht alleine als Ursache des allergischen Phänotyps verantwortlich gemacht werden. Eine allergische Sensibilisierung setzt voraus, dass eine Allergenexposition stattfindet. Umwelteinflüsse können als Adjuvantien bei der Sensibilisierung wirken. Der Hauptunterschied zwischen Allergiker und Nichtallergiker wird in der unterschiedlichen T-Zell Antwort auf zugeführte Allergene vermutet. Nicht allergische Personen zeigen eine spezifische
T-Zell Reaktivierung, die hauptsächlich die TH-1 Zellen betrifft. Allergiker reagieren vorwiegend mit einer
Immunantwort der TH-2 Zellen, welche zur Stimulierung von Interleukinen (z.B.: IL 4) und in der Folge zu Stimulierung von IgE Antikörpern führt. Hinweise
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