Jodallergie, wieso?
Es ist ein weit verbreiterter Irrtum, eine Jodallergie nur mit einer Schilddrüsenerkrankung in Zusammenhang zu bringen. Aber nicht jeder, der kein Jod verträgt, ist damit auch automatisch schilddrüsenkrank. Im Gegenteil sind die meisten Jodallergiker - auch im höheren Alter - schilddrüsengesund.Die bekannteste und vergleichsweise harmlosere Form der Jodallergie betrifft die Haut. Es zeigen sich rote Hautflecken, deren Umfang sich auf bis über 5-Markstück-Größe und darüber hinaus ausdehnen kann. Diese Hautflecken sind meist leicht geschwollen und jucken sehr stark. Der nahezu unbezwingbare Juckreiz führt dazu, dass sich Betroffene unbewußt, nachts im Schlaf, oft blutig kratzen.
Diese Form der Jodallergie tritt vornehmlich im Kopfbereich auf: auf der Kopfhaut, hinter den Ohren, um die Augen, aber auch an Armen, Beinen und auf der Brust und dem Rücken.
Eine Jodallergie ist dem Typ 4 zuzuordnen. Die Typ-IV-Reaktion läuft mit einer Verzögerung von mehreren Stunden bis Tagen ab und wird daher auch als Überempfindlichkeitsreaktion vom verzögerten Typ bezeichnet. Verzögert bedeutet in diesem Fall, dass die allergische Reaktion frühestens nach 12 Stunden auftritt. Es können aber auch Tage vergehen, bis eine Reaktion sichtbar wird. Das bevorzugt betroffene Organ ist dabei die Haut.
Sie müssen allerdings nicht unbedingt gegen das Jod direkt allergisch sein. Jod reizt das durch Umweltgifte und Fremdsubstanzen ohnehin schon belastetete Immunsystem und kann daher zu allergischen Reaktionen führen, ohne dass direkt eine Jodallergie besteht. Es können daher auch allergische Reaktionen aller Typen auf andere Substanzen begünstigt werden. Darüber hinaus ist möglich, dass während der Verdauung bzw. bei Stoffwechselvorgängen hormonähnliche Substanzen entstehen, die dann begingt durch das Übermaß allergieähnliche Beschwerden verursachen.
Allergische Reaktionen beruhen auf Fehlregulationen im menschlichen Immunsystem. Dringen Fremdstoffe (Antigene) in den Organismus ein, bildet das Immunsystem spezifische Antikörper oder Lymphozyten, die in der Lage sind, bei erneutem Kontakt mit diesen Fremdkörpern zu reagieren. Im Falle lesen Sie weiter


