Kuhmilch und Allergien

Es gibt Beweise, dass der Grund für verschiedene Krankheiten bereits in der Ernährung der werdenden Mutter liegt. Die
Ernährung des Neugeborenen und des Säuglings spielt eine noch grössere Rolle. Das
Kuhmilcheiweiss ist das erste fremde Eiweiss, mit dem das Immunsystem des Darmes u. U. in (zu) grosser Menge in Kontakt kommt. Das Verdauungs- und das
Immunsystem des Darmes reifen langsam und sind nur allmählich bereit, andere, fremde Eiweisse normal und immunologisch "zu verdauen". Das für das Milcheiweiss bestimmte Verdauungsferment, Chymotrypsin, ist so gebaut, dass es bei Menschen eher das menschliche als fremde Milcheiweisse verdaut. Deswegen bestätigt dessen Abwesenheit nach dem 4. Lebensjahr, dass die Menschen, entgegen der üblichen Behauptung, auch im Alter eher nicht für grosse Mengen von Milch und
Milchprodukten gebaut, gewohnt und geeignet sind. Ihre dauernde Konsumierung auch jenseits des Säuglings- und Kleinkindsalters ist ungesund. Nebst Weizeneiwiess ist das Kuhmilcheiweiss das häufigste Allergen auch im Erwachsenenalter. Es ist nicht nur für
Neurodermitis,
Asthma, chronische Nasen- und Nasennebenhöhlenentzündungen, aber auch für Krankheiten anderer Organsysteme mitverantwortlich. Wie wir bereits in unseren Tipps berichtet haben, können die Beschwerden verbunden mit der Refluxkrankheit (Rücklauf des (sauren) Mageninhaltes in die Speisröhre) bei Säuglingen und Kleinkindern durch eine Allergie auf Kuhmilcheiweiss verursacht werden. Dasselbe gilt für das Erbrechen und die Verstopfung in diesem Alter. Die Frage drängt sich auf, ob nur in diesem Alter; die entsprechenden Untersuchungen laufen wahrscheinlich bereits.
Was man dagegen tun kann?