schon seit 2-3 Jahren könne er kaum mehr schlafen, obwohl er finanziell und auch sonst keine Sorgen habe und erst noch jeden Abend 2-3 grosse Tassen Kamillentee trinke, da er überhaupt keinen Kaffee mehr ertrage ... Da wurde ich hellhörig, und es war mir sofort klar, dass ich ein ausgeprägtes
Arzneimittelbild von Chamomilla vor mir hatte, hervorgerufen durch chronischen, übermässigen Genuss von Kamillentee. Hier handelte es sich also um nichts anderes als um eine chronische Kamillen-Vergiftung. Wenn wir in einer homöopathischen Arzneimittellehre die Leitsymptome von Chamomilla nachlesen, so wird uns klar, dass schon diese eine unbeabsichtigte Arzneimittelprüfung durch meinen Patienten viele Leitsymptome von Chamomilla hervorgebracht hatte:
- Unruhe und Schlaflosigkeit
- Überempfindlichkeit gegen Sinneseindrücke
- Überempfindlichkeit gegen Schmerzen, verbunden mit grosser Ungeduld und ärgerlicher Gereiztheit
- Die Schmerzen, die fast nie fehlen, erscheinen unerträglich und machen den Patienten rasend
- Anfallsweises, plötzliches Auftreten der Schmerzen
- Benommenheit bei den Schmerzen
- Blutandrang zum Kopf mit heissem Kopfschweiss und Röte einer Wange
- Verschlimmerung durch Ärger und geistige Anstrengung
- Verschlimmerung durch Kaffee
- Verschlimmerung durch Wärme
- Verschlimmerung abends und nachts
Die Kamille ist ein grossartiges Heilmittel, das jedoch phytotherapeutisch bei Auftreten von "nervösen" Symptomen innerlich nie zu konzentriert und nie zu lange angewendet werden sollte." In der Tat, kein guter Phyto (Pflanzen-) therapeut oder
Homöopath lässt die Patienten ununterbrochen längere Zeit dieselben Mittel einnehmen!