Buddhismus und ökologisches Gewahrsein

1. Weniger konsumieren
Der
Buddhismus lehrt ein einfaches Leben, das Glück nicht in materiellen Dingen sucht. Zufriedenheit und die Überwindung von Gier sind zentrale Werte in der buddhistischen Lehre. Eine ernsthafte buddhistische Übung schließt mit ein, dass man immer wieder die eigenen
Konsumgewohnheiten überprüft und in Frage stellt: Was brauchen wir wirklich, und welche "Bedürfnisse" werden uns nur eingeredet?
2. Weiser konsumieren
In immer mehr Bereichen des Konsums haben wir die Möglichkeit zwischen verschiedenen Produkten zu wählen. Mit jeder Kaufentscheidung geben wir unsere Stimme ab für die Art von Welt, die wir wünschen. Zu unserer Übung von
Ethik gehört also auch, sich zu informieren und weise zu wählen: gegen Produkte, die durch Ausbeutung oder Verletzung von Mensch, Tier und Natur hergestellt wurden und für Produkte, die nachhaltig und ethisch produziert wurden. So kann unser Geld eine Menge positiver Initiativen unterstützen: Biolandbau,
Tierschutz, fairen Handel, lokale Produkte, Energieersparnis u.v.m.
3. Kohlendioxid-neutral leben
Eines der drängendsten ökologischen Probleme ist der durch den
Treibhauseffekt drohende globale Klimawandel. Die Hauptursache hierfür ist Kohlendioxid-Ausstoß. Wir können vieles tun, um unseren eigenen Beitrag hierzu zu mindern: weniger Auto fahren, Flugverkehr und lange Transportwege von Produkten vermeiden, effizienter heizen, Strom sparen und zu Strom aus erneuerbaren Quellen wechseln… P.S. lädt alle
Buddhisten ein, ihren Kohlendioxid-Ausstoß so weit zu reduzieren wie irgend möglich und dann ihren verbleibenden Ausstoß zu berechnen und durch Finanzierung von Baumpflanzungen zu kompensieren. Entsprechende Berechnungshilfen und Adressen sind z.B. auf der P.S.-Homepage zu finden.
4. Naturschutzgebiete erschaffen und erhalten
Das Kernproblem, das zu
Umweltzerstörung führt, ist ein spirituelles: Wir erkennen nicht unsere wechselseitige Verbundenheit mit allen anderen Formen des Lebens. Eine der direktesten Methoden ein Gefühl der Verbundenheit zu stärken besteht darin, der
Tier- und Pflanzenwelt um uns herum direkt nutzen. Sowohl gemeinschaftlich als auch im kleinen, privaten Bereich können wir Schonräume für die Natur einrichten.
5. Das Bewusstsein schärfen
P.S. betrachtet es als Aufgabe jedes Buddhisten, das Gewahrsein unserer
Verbundenheit und Vernetztheit mit unserer natürlichen Umgebung zu entwickeln. P.S. strebt danach ökologisches Gewahrsein als festen Teil der ethischen Praxis moderner Buddhisten zu verankern, und nicht als Sonderinteresse gewisser alternativer Randgruppen.