Meditation in Still, was ist damit gemeint?
Stillsitzen und nichts tun ist die Art und Weise wie eine Meditation in Ruhe durchgeführt wird. Das ist die einzige Möglichkeit dem Geist Ruhe zu gönnen. Beim Schlafen geben wir dem Körper Ruhe, doch der Geist bewegt sich im Reich des Traumes, und viele dieser Traumabenteuer können so anregend sein, daß man sich im Bett hin und her wälzt. Alpträume und anregende Träume erschöpfen einen so sehr, das man sich in der Frühe geistig nicht fit fühlt. Wenn man sich in den Sessel hinein setzt und die Augen schließt, schweift der Geist umher und neutral betrachtet beschäftigt man sich mit sinnlosen Überlegungen in den zukünftigen und vergangenen Aspekten des Lebens. Eine Energieverschwendung ohnegleichen !
Erst wenn man sich mit inneren Vertiefungen beschäftigt hat, wird man die Schwierigkeiten, den zügellosen Geist zu beruhigen verstehen und den inneren Dialog beenden. Nach der Vertiefung, dem inne Halten, dem richtige Atmen, und der rechte Körperhaltung kommt man langsam in den Zustand der Meditation. Nach 30 Minuten meditieren ist der Geist klar und ruhig wie ein Bergsee im Morgenlicht. Nur ein klarer Geist spiegelt die eigene Persona (man erkennt wer ich bin). Wenn Fitneß gut für den Körper ist ,dann ist Wellness - Meditation gut für die Einheit Geist - Seele - Körper. Infolge geistig fehlgeleitener Aktivitäten erzeugen wir geistigen Stress, so wie eine körperliche Krankheit die Folge von körperlicher Schwäche und Anfälligkeit ist.
Nach langen und gleichmäßigen Üben erkennt man, das die meisten Sorgen, die uns belästigen, selbstgeschaffene Schatten sind. Diese Schatten erzeugen wir selbst durch unser Handeln, im Krieg der Gegensätze, oder sie haben keine reelle Grundlage. Diese Schatten können verdrängte, unbewältigte Erlebnisse sein und setzen sich in unserem Unterbewußtsein fest. Meine Schatten zusammengefaßt nenne ich den "Schattenkrieger". Ständig anwesend lauert dieser auf seine Chance. Meine Schwäche ist seine Stärke. Den Schattenkrieger zu schwächen kann nur über das Erkennen und Verstehen erreicht werden und durch den Umgang seinem eigenen Schatten durch das Meditieren.
Eine Meditation ist auch eine Reise in unser Unbewußtes, wir führen es in die Gegenwart. Ferner glaube ich, das eine Meditation einen Geisteszustand erzeugt, der unsere Sinne schärft und Dinge wahrgenommen werden können, die uns im normalen Zustand anders erscheinen. Daraus entsteht der Eindruck, daß alles was glänzt nicht Gold sein muß, daß nichts auf der Welt absolut Gut oder Böse ist, Richtig oder Falsch - sondern Gegensätze, welche zueinander bedingen und letztendlich Sache eines Ursprungs sind. Diesen Sachverhalt nennt man Krieg der Gegensätze. Man wähnt sich nur sicher, wenn wir im ständigen Wandel fließen können, statt mitzukämpfen und sich dabei verausgaben. Das einzige Dauerhafte in einer Meditation ist das Unbeständige, das Gegenwärtige und das Reale


