Allergie-aktuell

 
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Allergie-Prävention: je eher, desto besser!


Diagnostikprogramm für Schwangere und Babys: Eine gesunde frühkindliche Darmflora ist die Voraussetzung für eine normale immunologische Entwicklung. Ist die Mikroökologie gestört, steigt deutlich das Allergie-Risiko. Dies kann auch auf eine gestörte Vaginalflora der Mutter zurückgehen. Schließlich rekrutiert sich die Darmbesiedlung des Neugeborenen aus der Flora der mütterlichen Geburtswege. Viele Schwangere haben eine klinisch unauffällige bakterielle Vaginose - und bieten damit nicht gerade eine optimale Starthilfe für ihr Kind. Die neuen Dienstleistungsangebote Vagicheck® und Enterosan®junior erlauben frühzeitige Einblicke in die mütterliche und kindliche Mikroökologie. Und sie erlauben rechtzeitige und gezielte mikroökologische Regulationsmaßnahmen. Je eher, desto besser.

Weniger Allergien, weniger Asthmasymptome

Eine amerikanische Studie zeigte, dass eine individuell abgestimmte, verringerte Allergenbelastung im Elternhaus zu einer deutlichen Symptombesserung asthmatischer Kinder führt. An der Studie nahmen 937 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren teil, die alle an (mittel-) schwerem Asthma litten. Den Eltern der Kinder aus der Interventionsgruppe wurden Möglichkeiten der Allergenreduzierung aufgezeigt, die sie - je nach Allergie des Kindes - über einen Zeitraum von einem Jahr einhalten mussten. Dazu zählen zum Beispiel der Einsatz eines Encasing (milbendichter Bettbezug), eines sehr leistungsstarken Staubsaugers oder eines Luftfilters. Es fanden mehrere Kontrollen statt. Die Allergenbelastung wurde anhand von Staubproben ermittelt. Zusätzlich wurden die Eltern nach asthmatischen Symptomen ihrer Kinder befragt.

Sowohl während als auch ein Jahr nach der Studie gab es innerhalb der Interventionsgruppe deutlich weniger Asthmasymptome als in der Kontrollgruppe. Innerhalb dieser zwei Jahre litten die Kinder aus der Interventionsgruppe an 34 Tagen weniger an Keuchatmung und mussten daher auch seltener zum Arzt. Quelle: Ärzte Zeitung, 20.01.2005

Milchsäurebakterien können Kinder vor Allergien schützen.

Bad Orb(dpa)- Ernährungszusäzte mit Michsäurebakterien können nach Ärzteansicht das Risiko von Allergien und Neurodermitis reduzieren. Neue Studien hätten gezeigt, dass sogenannte Probiotika die seit Jahrzehnten zunehmende Allergierate senken könnten, teilte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte unlängst in Bad Orb mit. Auch spezielle hypoallerene Babynahrung könne Allergien weitgehend verhindern. Das Stillen mindestens bis zum sechsten Lebensmonat beuge Allergien allerdings am Besten vor. Rund zehn Prozent aller Schulkinder leiden nach Darstellung des Verbandes an der stark juckenden Hauterkrankung Neurodermitis. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Heuschnupfen sei seit 1995 von 13 auf 16 Prozent gestiegen, berichtete ein Verbandssprecher. Der ursächliche Zusammenhang zwischen Milchsäurebakterien und vermindertem Allergierisiko sei noch unbekannt, sagte der wissenschaftliche Leiter des Kongresses, Prof. Stefan Wirth. Es gäbe nur Erklärungsansätze. So verhindere eine Schicht von Milchsäurebakterien, dass sich krankmachende Keime an die Darmschleimhaut heften.




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