Asthma beim Kind: Medikamentöses Therapieschema

 
Asthma beim Kind: Medikamentöses TherapieschemaDamit hier eine möglichst einheitliche Therapie eingesetzt wird, ist in der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) ein Stufenschema für vier Schweregrade des Asthma festgelegt. Dabei werden bei der Behandlung zwei verschiedene Stoffgruppen unterschieden:
  • die Dauermedikation = Controller
  • die Bedarfsmedikation = Reliever

Controller

Die Basistherapie mit den Controllern hat zum Ziel, durch regelmäßige Einnahme die Entzündungsreaktionen in der Lunge zu unterdrücken und damit die langfristige Prognose der Erkrankung Asthma zu verbessern. Damit wird der herausragende Stellenwert der antientzündlichen Therapie unterstrichen. Aber auch langfristig die Atemwege erweiternde Substanzen mit fehlender oder fraglicher antientzündlicher Wirkung, wie langwirkende Beta2Mimetika und das retardierte Theophyllin, werden zu den Basismedikamenten gerechnet.

DNCG und Nedocromil

Diese Substanzen haben eine niedrige antientzündliche Wirkung und sind nahezu nebenwirkungsfrei. Leider ist nicht nur die antientzündliche Wirkung schwach, sondern auch die Wirkdauer gering. Deshalb müssen die Substanzen drei- bis viermal täglich inhaliert werden. Dies führt gerade bei Kindern zu erheblichen Therapieproblemen. Versuchsweise sollten diese Wirkstoffe für vier bis acht Wochen gegeben werden. Wenn der Therapie erfolg unzureichend ist, sollte dann auf niedrig dosiertes Kortison umgestellt werden.

Leukotrienantagonisten

Leukotrienantagonisten blockieren bestimmte Botenstoffe der allergischen Reaktion, die aus speziellen weißen Blutkörperchen freigesetzt werden. Diese Botenstoffe bewirken Reaktionen an allen wichtigen Organabteilungen der Lunge: Gefäßepithelien, Muskelfasern und Schleimdrüsen, was zu den Symptomen Husten, Luftnot und Giemen führt. Die Leukotrienantagonisten hemmen diese Reaktionen, indem sie die Botenstoffe, die Leukotriene, blockieren. In Deutschland ist dabei nur ein Medikament, das Singulair, zugelassen. In bisher vorliegenden Studien scheinen sich durch den Einsatz von Singulair bei Asthma der Stufe 2 und 3 deutlich die Mengen des inhalativen Corticoide reduzieren zu lassen.

Gut an dem Medikament ist, dass es jetzt auch eine Dosierung für die zwei- bis sechs-jährigen Kinder gibt. Dabei ist dies für den Kinderarzt eine deutliche Erleichterung in der Therapie des Asthma bronchiale. Oft steht der Kinderarzt vor dem Dilemma, dass lesen Sie weiter




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