war hier vor allem die Pollenbelastung der Mutter im letzten Schwangerschaftsdrittel. Das Risiko für eine spätere Asthmaerkrankung des Babys war bis zum 3,5-fachen erhöht.

Interessante Informationen über den Einfluss des westlichen Lebensstils hat man aus einem Vergleich der Asthmahäufigkeit zwischen Westdeutschland und der genetisch sehr ähnlichen Bevölkerung aus der ehemaligen DDR gewonnen. Asthma war im Westen – trotz der hohen Schadstoffbelastung im Osten – viel häufiger, nach der Wende verblasste diese Differenz allmählich. Auch Allergien waren im Westen häufiger. Interessant ist auch, dass in der DDR beispielsweise die Durchimfungsrate höher war als in der BRD. Man führte diesen Unterschied auch auf den früheren Beginn eines Kindergartenbesuches in der DDR zurück, der offenbar das Abwehrsystem „trainiert“.

Eine Untersuchung aus Schweden hat gezeigt, dass bei Kindern, die eine anthroposophische Schule besuchten, die Häufigkeit von Asthma bronchiale und Allergien geringer war als bei Vergleichskindern aus staatlichen Schulen. Die beiden Gruppen hatten zahlreichen Unterschiede im Lebensstil, wie beispielsweise in den Impfraten, dem Antibiotikagebrauch, den Ernährungsgewohnheiten und der sozialen Schicht. Das Allergierisiko war um so geringer, je mehr dieser anthroposophischen Lebensstilfaktoren in einer Familie gepflegt wurden. Es sind zu dieser Frage weitere Studien geplant, um die genauen Mechanismen zu finden.

Frühe Hinweise für eine Asthmaerkrankung

Folgende Beschwerden können bei Kindern auf Asthma hindeuten
Da die obstruktive Bronchitis in den ersten Lebensjahren relativ häufig ist, stellt sich immer die Frage nach dem Übergang zu Asthma. In Abhängigkeit vom Alter ist das bei 15 bis 40% der Kinder der Fall.

Treten die Beschwerden eher frühzeitig, v.a. im Rahmen von akuten Virusinfektionen auf und gibt es in der Familie keine Hinweise auf Allergien, dann ist der Übergang zu chronischem Asthma eher nicht zu erwarten.

Kinder, die später Asthma entwickelten, hatten nach den Untersuchungen von Martinez et al. schon nach der Geburt kleinere Atemwege und häufig allergische Erkrankungen in der Familie. Natürlich kann es im Einzelfall sehr schwierig sein, eine Vorhersage zu machen.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:www.kinderarzt.at)




Infoflasche die meist komplette Informationsquelle! Helfen Sie uns Infoflasche zu ergänzen und promoten Sie gleichzeitig ihre Site. Haben Sie noch interessante Informationen? Machen Sie sich infoflasche Partner!