Bedeutung allergischer Erkrankungen
Immer mehr Menschen leiden an allergischem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis (atopische Dermatitis). Experten schätzen, dass in Deutschland etwa 25 Millionen Menschen von Allergien betroffen sind. Rund 6 bis 8 Millionen leiden an Asthma, circa 3 bis 4 Millionen an einer Neurodermitis. Kinder sind noch häufiger betroffen als Erwachsene: Mehr als ein Viertel der Kleinen leiden an einer allergischen Erkrankung. Dabei fällt auf, dass Kinder, die in Großstädten leben, etwa doppelt so häufig an Asthma erkranken wie Kinder, die auf dem Land aufwachsen.Allergische Erkrankungen können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken: Tränende Augen, Fließschnupfen und entzündete Augen-Bindehäute machen Heuschnupfen-Patienten zu schaffen, während Neurodermitiker an Hautproblemen mit heftigem Juckreiz leiden, der den Schlaf empfindlich stören kann. Husten, pfeifende Atmung und Atemnot führen dazu, dass Asthmatiker am Arbeitsplatz oder in der Schule fehlen und bei ausgeprägten Asthmaanfällen sogar im Krankenhaus behandelt werden müssen. Schweres allergisches Asthma kann unter Umständen lebensbedrohlich werden.
Viele Allergiker sind gezwungen, ihren Alltag nach der Erkrankung auszurichten: Beim Einkauf müssen bestimmte Lebensmittel gemieden werden, Sport im Freien ist für Pollen-Allergiker in der Saison tabu, Neurodermitis-Patienten müssen bei der Wahl ihrer Kleidung aufpassen, für manche Asthmatiker ist eine Sanierung der Wohnung unabdingbar und bei der Urlaubsplanung gibt es ebenfalls Einschränkungen.
Doch nicht nur für den Patienten selbst ist die Allergie lästig oder sogar lebensgefährlich. Allergische Erkrankungen gehören zu den bedeutenden Gesundheitsproblemen unserer Zeit und haben erhebliche gesundheitspolitische und ökonomische Auswirkungen.


