Bronchienerweiternde Medikamente bei nicht allergischem Asthma
Beim Asthma trägt die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur wesentlich zur Atemnot bei. Deswegen sind Medikamente so wichtig, die eine Erschlaffung der verkrampften Muskulatur in den Bronchien herbeiführen – Ärzte nennen diese Mittel Bronchodilatatoren.Die wichtigsten Bronchodilatatoren sind die so genannten Beta-2-Sympathomimetika. Bei akuter Atemnot helfen kurz wirksame Beta-2-Sympathomimetika, deren Wirkung innerhalb weniger Minuten einsetzt. Diese Medikamente werden überwiegend inhaliert und sind auch als „Notfallspray“ bekannt. Asthmatiker sollten ein solches Spray immer bei sich tragen. Ein kurz wirksames Beta-2-Sympathomimetikum kann auch vor einer körperlichen Anstrengung vorbeugend inhaliert werde, beispielsweise vor dem Sportunterricht. Die Wirkung kurz wirksamer Beta-2-Sympathomimetika hält etwa 2 bis 6 Stunden an.
Kurz wirksame Beta-2-Sympathomimetika sind typische „ Reliever-Medikamente“, die nicht regelmäßig, sondern nur im Bedarfsfall, also bei Atemnot, angewendet werden. Falls Sie feststellen, dass Ihr Konsum an kurz wirksamen Beta-2-Sympathomimetika ständig steigt, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen: Möglicherweise muss Ihre entzündungshemmende Grundbehandlung intensiviert werden.
Bei mittelschwerem und schwerem Asthma kommen lang wirksame Beta-2-Sympathomimetika zum Einsatz, meist in inhalativer Form. Ihre Wirkung tritt teilweise (Formoterol) genauso rasch ein wie die der kurz wirksamen Beta-2-Sympathomimetika und hält bis zu 12 Stunden an.
Anticholinergika zählen ebenfalls zu den bronchienerweiternden Mitteln. Ihre Wirkung ist nicht so stark wie die der Beta-2-Sympathomimetika, und es dauert länger, bis die Wirkung einsetzt.


