Die Schleimhaut der Atemwege - hochspezialisierte Zellen sind am Werk!
Die gesamte Schleimhaut, die unsere Atemwege auskleidet, ist hochspezialisiert und schützt unsere Atemorgane vor schädlichen Stoffen, die über die Atemluft in unseren Körper gelangen können. Sind es in der Nase u. a. spezielle Zellen (Riechzellen), die dafür sorgen, dass wir riechen können und damit giftige Gase erkennen und vermeiden können, sind im gesamten System des Bronchialbaumes Zellen vorhanden, die in der Lage sind, schädliche Stoffe aus unseren Atemwegen abzutransportieren. Diese Zellen besitzen winzige kleine Härchen, die als Flimmerhärchen bezeichnet werden.Die gesamte Zellschicht, die die Atemwege auskleidet und solche Flimmerhärchen besitzt, bezeichnet man als Flimmerepithel. Daneben gibt es Schleim produzierende Zellen, die einen regelrechten dünnen Schleimfilm herstellen, der sich über den Zellteppich mit den Flimmerhärchen legt. Die Flimmerhärchen bewegen sich wellenartig Richtung Rachen; dadurch werden Fremdkörper (wie Staubteilchen, Viren) auf dieser Schleimschicht zum Rachen transportiert und können von dort über einen kleinen Hustenstoß (oder Räuspern) ins Freie abtransportiert werden oder in den Magen abgeschluckt werden.
Ist die Arbeit dieser hochspezialisierten Atemschleimhaut beeinträchtigt, hat das schwerwiegende Folgen für den gesamten Körper. Der Atemtrakt stellt dann eine leicht zu überwindende Eintrittspforte für die Aufnahme von Schadstoffen und infektiösen Erregern (Viren, Bakterien, Pilze, giftige Substanzen) dar, da deren geregelter Abtransport nicht mehr gewährleistet ist.


