Veränderungen der Bronchien verursachen die Atemnot beim Asthmaanfall!
Die Erkrankung Asthma äußert sich vor allem in einer anfallweise auftretenden Atemnot (häufig auch nachts), die den Betroffenen, je nach Ausprägung der Erkrankung, einen Asthmaanfall von der Empfindung 'sehr unangenehm' bis 'Todesangst' erleben lässt.Ein typischer Asthmaanfall beginnt nach einem kurzen Beklemmungsgefühl in der Brust mit dem Einsetzen schwerer Atemnot. Der Brustkorb scheint durch enger werdende eiserne Ringe eingeschnürt zu sein. Vor allem das Ausatmen funktioniert nicht mehr. Gelingt es dennoch auszuatmen, entwickeln sich röchelnde oder gar pfeifende Geräusche. Versucht man über angestrengtes Husten den Druck loszuwerden, kommen geringe Mengen zähen, glasigen Schleims aus der Lunge nach oben. Je mehr man sich bei einem solchen Anfall aufregt, um so schlimmer und lebensbedrohlicher wird die Atemnot. Der Puls steigt auf über 100 Schläge pro Minute und der heftige quälende Husten verschlimmert die Atemnot weiter. Solche Asthmaanfälle können sich über Minuten, Stunden oder Tage erstrecken. Beachte: Bei Asthmaanfällen, die länger als 24 Stunden andauern, besteht Lebensgefahr infolge Erstickens oder akuten Herzversagens!
- Die Bronchialschleimhaut ist entzündlich angeschwollen, gerötet und hat sich verdickt. Dadurch ist der Durchmesser der Bronchien eingeengt und es kann nur noch eingeschränkt Luft durch die Bronchien strömen.
- Die muskuläre Schicht der Bronchien hat sich zusammengezogen und verkrampft (ist spastisch). Durch dieses Zusammenziehen wird der Innendurchmesser der Bronchien nochmals verengt. Es kann nun noch weniger Luft (wie allein bei geschwollener Schleimhaut) durch die Bronchien strömen.
- Der normalerweise klare, mittelflüssige Schleim, verändert seine Konsistenz und wird zur zähen, verklebenden Masse. Die Flimmerhärchen verklumpen dadurch miteinander und können sich nicht wellenförmig bewegen. Ein normaler Abtransport von Fremdkörpern, die eingeatmet wurden, ist deshalb nicht mehr möglich.


