Was ist eine Allergie?
Eine Allergie entsteht dadurch, dass das körpereigene Abwehrsystem defekt ist.Dringt eine eigentlich ganz harmlose Substanz beispielsweise über die Nahrung ein, sieht das Immunsystem in ihr eine Gefahr. So werden z. B. die Bestandteile einer Nuss zu Feinden "erklärt". Dies geht so vonstatten: An einigen Stellen in unserem Körper befinden sich Mastzellen. In derem Inneren befinden sich hochwirksame biologische "Kampfstoffe" wie das Histamin. An der äußeren Hülle der Mastzellen können sich Antikörper ansiedeln. Diese Antikörper sind jeweils auf einen speziellen Wirkstoff "programmiert", in meinem Beispiel eine Nuss. Nach dem ersten Verzehr von Nüssen haben sich also Antikörper gebildet. Tritt erneut ein Antigen (hier: die Nuss) in den Körper ein, dann beginnen die Antikörper, den vermutlichen Feind zu bekämpfen. Durch diesen Vorgang wird das Histamin freigesetzt und sorgt für die bekannten Erscheinungen bei Allergien: vom Erröten der Haut bis hin zu Atemnot.
Man kann 6 verschiedene Arten von Allergenen unterscheiden:
1. Inhalationsallergene (z. B. Pflanzenpollen)
2. Nahrungsmittelallergene (z. B. Gemüse, Milchprodukte)
3. Insektengiftallergene (z. B. Biene, Wespe)
4. Arzneimittelallergene (z. B. Penecillin)
5. Parasitenallergene (z. B. Spulwurm)
6. Kontaktallergene (z. B. Kunsttoffe)
Stellt sich die Frage, wie man eine Allergie bekommt, denn ansteckend sind solche bekanntlich nicht. Doch auch die Antwort hierauf lässt sich in der genetischen Disposition finden.
Dies ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Neugeborenes - entsprechend der Familiengeschichte - eine allergische Reaktion zeigt. (Quelle: Allergien-Broschüre aus der T/L-Schriftenreihe zur gesundheitlichen Lebensführung)
Das Diagramm macht deutlich, dass 5-15% der Neugeborenen an einer Allergie erkranken, obwohl kein weiteres Familienmitglied unter einer Allergie leidet. Leidet bereits eines der Geschwister unter einer Allergie, so steigt die Gefahr auf 25-30%. Ist ein Elternteil allergisch, so liegt die Wahrscheinlichkeit bereits bei 20-40%. Leiden beide Elternteile unter verschiedenen Allergien, so erkankt auch deren Kind mit einer Wahrscheinlickeit von 40-60%. Ein Neugeborenes, bei dem jedoch beide Elternteile unter der gleichen Allergie leiden, liegt das Risiko, dass das Neugeborene ebenfalls an einer Allergie erkranken wird bei 50-70%. Dies bedeutet, daß höchstwahrscheinlich mindestens jedes zweite Kind dieser Eltern eine Allergie haben wird.


