Erfassung von Relief und Raum
Die Erfassung des Reliefs erlaubt dem Kind einen Gegenstand welcher vor oder hinter einem Andern liegt zu sehen, sowie dessen Distanz, gegenüber anderen Objekten oder Personen, genau zu erfassen. In seinen beiden Augen enstehen abgestufte Bilder des gleichen Gegenstandes unter zwei verschiedenen Winkeln, welche ihm erlauben in mehreren Dimensionen zu sehen. Sein Hirn führt die beiden Bilder in ein Einziges zusammen wenn das binokulare Sehen normal ist, d.h. wenn die Augen wie zwei gut zusammenarbeitende Instrumente funktionieren. Können jedoch die Augen nicht in die gleiche Richtung sehen, dann spricht man von Strabismus oder vom Schielen.Mit dem binokularen Sehen verfügt das Kind über ein weites Sichtfeld. Mit nur einem Auge sind die Sichtleistungen äusserst beschränkt. Sie stellen dies selbst sehr schnell fest wenn sie ein Auge schliessen. Der Sichtwinkel beträgt normalerweise 220 - 240 Grad in horizontaler Richtung. Es werden jedoch nur die direkt mit den Augen visierten Gegenstände im kleinsten Detail erfasst, d.h. jene Gegenstände die sich im zentralen Sichtfeld befinden.
Das sehen der Farben
Das Kind unterscheidet die Farben durch drei, sich auf der Netzhaut befindenden, auf blau, grün und rot ansprechenden Sehzellen. Beim Ausfall einer Zellentype wird das Farbsehen gestört (Dischromatopsie). Zwei bis drei Personen auf Tausend sehen ihre Umgebung in Schwarz und Weiss (Achromatopsie). Das meistverbreitete Leiden, die Farbblindheit, verhindert Rot von Grün zu unterscheiden. Dieses Leiden, welche für gewisse Berufsgattungen ungeeignet ist, findet man bei 8% Männern und nur 0,7% Frauen. Bis Heute gibt es dafür keine Behandlung. Eine frühzeitige Aufspührung jedoch verhindert eine unsachgemässe Orientation.(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.perret-optic.ch)


