der Brille einen guten Halt. Ihr elastischer Teil sollte kunststoffüberzogen sein zum Schutz vor Allergien und Druckstellen. Der Nasensteg (Sattel- oder Seitensteg) muß eine möglichst große Auflagefläche bieten. Zum einen würde die Brille sonst rutschen - vor allem bei kleineren Kindern, die noch keinen ausgeprägten Nasenrücken haben - zum anderen, um das Gewicht der Brille gleichmäßig zu verteilen. Sattelstege aus Kunststoff können diesen Anspruch erfüllen, besonders wenn sie so beschaffen sind, daß der Augenoptiker die Möglichkeit hat, sie bei Bedarf nachzubearbeiten.

Nicht selten aber sind Seitenstege deutlich vorteilhafter, da sie sich leichter der individuellen Nasenform anpassen lassen. Auch hier wieder wirkt sich die richtige Wahl der Fassungs- und damit der Gläsergröße sehr günstig aus, denn dadurch wird die Brille so leicht, daß auch die Auflage der Seitenstege ausreicht, um Ihr einen stabilen Sitz zu geben, ohne daß Druckstellen auftreten. Falls ein Kind bereits im Säuglingsalter eine Brille tragen muß, wird diese häufig in ein Häubchen eingearbeitet, damit das Kins sie nicht abreißen kann. Meist genügt aber ein Gummiband, um das Rutschen der Brille zu verhindern. Die Scharniere sind bei einem Teil der Kinderbrillen-Fassungen mit Kunststoffkappen überdeckt, damit sich das Kind nicht an ihren Kanten verletzen kann. Bis ins Schulalter ist diese Schutzmaßnahme unbedingt ratsam.

Empfehlungen für die Wahl der Brillengläser

Die Gläsergröße wird durch die Größe der Brillenfassung vorgegeben. Gläserdurchmesser von 23 mm bis 35 mm genügen bei Kindern. Durch diese kleinen Gläser wird die Brille wesentlich leichter. Bedenken Sie bitte, daß 90% der medizinisch erforderlichen Gläser in der richtigen Größe weniger als 10g wiegen. Kunststoffgläser sind in diesen Größen nur unwesentlich leichter. Sie haben den Vorteil der größeren Bruchfestigkeit, ihre Oberfläche kann aber schneller verkratzen.
Getönte Gläser lassen weniger Licht zur Netzhaut durch, daher kann sich die Sehschärfe verschlechtern. Aus diesem Grund sollten Kinder immmer ungetönte Gläser bekommen. Ausnahmen bilden seltene Augenkrankheiten und die entsprechende Verordnung von Filtergläsern. Entspiegelung der Gläser vermindert störende Reflexe und erhöht die Lichtdurchlässigkeit. Das Sehen ist angenehmer - zumindest beim Lesen unter künstlichre Beleuchtung; und weil sich auf der Vorderfläche dder Gläser nicht so sehr die Umgebung widerspigelt, kommen die Augen besser zur Geltung. Für Kinderbrillen genügt in der Regel die einfache Entspiegelung, doch werden die Mehrkosten nicht von der Kasse übernommen. Die Differenz, die Sie dann selber zahlen müßten, rechnet Ihr Augenoptiker genau für Sie aus.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.uniklinikum-giessen.de)




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