Bei Kontaktlinsenwunsch nicht nur wegen der Verordnung zum Augenarzt
Bevor man Linsen probeträgt, muß man absolut sicher sein, daß die Augen gesund sind, denn sonst werden Kontaktlinsen zum Risiko. Die Gefahren sind z.B. besonders groß bei einer Veranlagung zu erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom). Diese und auch viele andere Augenerkrankungen beginnen absolut unauffällig. Nur der Augenarzt kann sie erkennen, und nicht selten hängt von der rechtzeitigen Behandlung sogar der Erhalt des Sehvermögens ab. Kontaktlinsen-Unverträglichkeit besteht bei bestimmten Hauterkrankungen, bei Neigung zu immer wiederkehrenden Hornhaut- und Bindehautentzündungen und bei schweren Formen des " Trockenen Auges". In leichteren Fällen kann der Augenarzt oftmals mit einem besser geeigneten Linsentyp und konservierungsstoff-freien Tropfen zur Nachbenetzung helfen.Manche äußeren Einflüsse können sich ebenfalls ungünstig auswirken - wie etwa sehr staubhaltige Luft am Arbeitsplatz.
Während des Aufenthalts in diesem Umfeld muß man dann aufs das Kontaktlinsentragen verzichten. Gar nicht so selten sind es psychische Probleme, die Symptome einer Kontaktlinsen-Unverträglichkeit hervorrufen. Der Augenarzt forscht auch nach diesen Ursachen und kann in den meisten Fällen seinen Patienten das Kontaktlinsentragen ermöglichen. Ihr Augenarzt wird Sie verantwortungsbewußt und objektiv beraten, so daß Ihnen Enttäuschungen erspart bleiben. Wenn er krankheitsbedingte Risiken ausgeschlossen hat, sind Kontaktlinsen fast immer eine geeignete, angenehme und sichere Sehhilfe.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.uniklinikum-giessen.de)


