Kontaktlinsen-Anpassung

 
Kontaktlinsen-AnpassungZunächst muß gewährleistet sein, daß keine gesundheitlichen Störungen gegen das Kontaktlinsentragen sprechen. Diese Gewißheit kann Ihnen nur Ihr Augenarzt geben. Sind Ihre Augen gesund, steht einem Versuch mit Probelinsen nichts im Wege. Anders als bei Brillengläsern genügen für die Kontaktlinsen-Anpassung nicht die Korrektionswerte. Um den für Ihre Augen richtigen Linsentyp zu bestimmen, den richtigen Durchmesser und die exakte passende Rückflächengestaltung, sind viele Messungen erforderlich. Doch Ihr Auge wird dabei nicht berührt.

Muß man sich an Kontaktlinsen gewöhnen?

Ein wenig schon. Ob Sie dazu nur eine paar Stunden oder zwei bis vier Wochen brauchen, hängt von Ihrer Empfindlichkeit und vor allem vom Kontaktlinsenmaterial ab. Fast jeder Mensch ist davon überzeugt, besonders empfindliche Augen zu haben. Die meisten Patienten sind deshalb erstaunt, wie wenig sie spüren, wenn ihr Augenarzt ihnen zum ersten Mal Kontaktlinsen aufsetzt - vor allem, wenn es sich um weiche Kontaktlinsen handelt. Sie werden sehr schnell als angenehm empfunden. Was bei formstabilen (sogenannten harten) Kontaktlinsen anfangs etwas stört, ist das ungewohnte Gefühl beim Lidschlag.
Dadurch kann es zu vermehrtem Tränenfluß kommen, zu leichten Reizungen und vielleicht auch zu erhöhter Lichtempfindlichkeit. Sobald die Anpassung abgeschlossen ist - etwa nach einem Monat - müssen diese ersten Begleiterscheinungen jedoch verschwunden sein.

Mit der empfindlichen Hornhaut kommen exakt angepaßte Kontaktlinsen nicht in Berührung, denn sie schwimmen auf dem Tränenfilm. Er bewirkt auch durch Haftkraft (Adhäsion), daß die Linsen nicht verloren gehen. Da weiche Linsen etwas größer sind als harte, werden die zusätzlich vom Oberlid festgehalten. Schnell zur Gewohnheit wird auch das Auf- und Absetzen der Kontaktlinsen. Das lernen Sie unter Anleitung in der Praxis Ihres Augenarztes ebenso wie die Pflege. Bevor Sie mit Ihren neuen Linsen nach Hause gehen, sind Sie mit der Handhabung bestens vertraut.

Tägliche Tragezeit

Ihr Augenarzt erstellt für Sie einen individuellen "Stundenplan", nach dem Sie sich unbedingt richten sollten. In der Anfangsphase wird die tägliche Tragezeit kürzer sein und sich dann allmählich verlängern. Vor dem Einschlafen müssen Kontaktlinsen grundsätzlich von den Augen entfernt werden. Die Hornhaut braucht für ihre Ernährung ständig Sauerstoff von außen. Sie bezieht ihn aus der Tränenflüssigkeit. Während des Schlafs ruht die Tränenproduktion. Außerdem ist die Sauerstoffzufuhr hinter geschlossenen Lidern ohnehin reduziert und würde durch Kontaktlinsen noch weiter vermindert.
Auch Stoffwechselprodukte würden sich unter den Linsen sammeln, weil sie ohne den Pumpeffekt des Lidschlags nicht abfließen. Hier kommen also mehrere Risiken zusammen. Die Folge können schwerste Augenschäden sein. Ausnahmeregelungen für verlängerte Tragezeiten kann allein der Augenarzt treffen. Sie sind medizinisch bedingt oder deswegen erforderlich, weil der Patient seine Linsen nicht ohne fremde Hilfe handhaben kann. In diesen Fällen verordnet der Augenarzt spezielle Kontaktlinsen mit extrem hoher lesen Sie weiter




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