Lähmung der Augenmuskeln

Es gibt drei
Nerven, die die sechs Muskeln kontrollieren, die sich ausserhalb von jedem Auge befinden und das Bewegen der Augen ermöglichen. Diese Nerven werden Schädelnerven genannt, da sie direkt vom Gehirn und nicht von der Spinalkordel ausgehen. Es gibt 12 Schädelnerven, die von 1 bis 12 durchnumeriert sind. (Beim Sehnerv handelt es sich um den Schädelnerv Nr. 2). Diese Nerven führen unter dem Gehirn durch und dringen auf jeder Seite in die Augenhöhle ein, um zu den
Muskeln zu gelangen, die sie kontrollieren. Sind diese Nerven beschädigt, so bringt dies eine Lähmung der Muskeln, für welche sie zuständig sind, mit sich. Es gibt vier Muskeln, die die Augenbewegung von oben nach unten, und von links nach rechts (und umgekehrt) kontrollieren. Das Ganze verkompliziert sich jedoch, da das Auge nicht eine Bewegung nach der anderen, sondern viele Bewegungen gleichzeitig ausführt. So kann sich das Auge gleichzeitig von links nach rechts und von oben nach unten drehen, oder gar eine Drehbewegung ausführen. Die Bewegung des Auges hängt somit also von dem Bewegungssystem der Muskeln ab. Dieses Bewegungssystem wird noch von zwei zusätzlichen Muskeln, den obliken Muskeln, unterstützt, die die Bewegungen von oben nach unten und die Drehbewegungen kontrollieren.
- Die Lähmung des dritten Nervs: Der dritte Schädelnerv kontrolliert vier der sechs Augenmuskeln. Er kontrolliert auch die Akkomodation bei der Erfassung eines Bildes und das Zusammenziehen der Pupillen. Die Muskeln, die der dritte Nerv kontrolliert, bewegen das Auge auf der Seite zur Nase hin von oben nach unten (und umgekehrt). Die Lähmung dieses Nervs führt dazu, dass das betroffene Auge nicht mehr fähig ist, sich gegen die Nasenseite hin abzuwenden, und sich so häufig auf die temporale Seite und nach unten abdreht. Auch kann es zu einer Erweiterung der Pupille kommen. Die Ursache für diesen Zustand ist ernsthaft; es kann sich um ein Aneurysma oder um einen Gehirntumor handeln. lesen Sie weiter