handeln. Auch ein
Schlaganfall kann eine Funktionsstörung an diesem Nerv hervorrufen. Auch kann es vorkommen, dass Personen, die an Diabetes oder an einer Gefässkrankheit leiden, eine vorübergehende Lähmung dieses Nervs aufweisen. Bei dieser Art von Lähmung, welche nach einigen Monaten wieder von selbst weggeht, wird die Pupille meistens nicht angegriffen. Die Lähmung des dritten Nervs muss notfallmässig behandelt werden.
Die Lähmung des vierten Nervs: Der vierte Nerv kontrolliert nur den oberen obliken Muskel. Dieser Muskel kümmert sich um die Rotationsbewegung, in geringem Masse auch um den Blick nach unten, vor allem zur Nasenseite hin. Die Lähmung des 4. Nervs kann zu verschiedenen Symptomen führen. Manchmal entsteht ein „doppeltes" Sehen, wenn sich die Augen in einer „extremen" Position befinden. Auch kann es zu einem vertikalen „doppelten" Sehen mit einem Rotationseffekt kommen (Gegenstände trennen sich von oben nach unten). Dieser Nerv ist sehr anfällig auf ein Schädeltrauma, welches manchmal schon durch einen einfachen Schlag auf den Kopf ausgelöst wird. Gefässkrankheiten wie Diabetes sind in seltenen Fällen auch Ursache für diese Art von Lähmung. Bis die Funktion des Nervs wiederhergestellt ist, können prismatische Gläser verwendet werden, um das „doppelte" Sehen zu vermindern.
Lähmung des sechsten Nervs: Der sechste Nerv kontrolliert den Muskel, der das Auge zur temporalen Seite hin abdreht. Die Lähmung dieses Nervs führt dazu, dass sich das Auge zur Nase hin wendet und sich nur bis zur Hälfte zur temporalen Seite hin abdrehen kann. Dieser Zustand verursacht ein horizontales „doppeltes" Sehen, das sehr lästig sein kann und dazu führt, dass das befallene Auge zugedeckt werden muss, um Bilder richtig zu sehen. Die Ursache für dieses Leiden steht oft in Verbindung mit Gefässkrankheiten, wie z.B. Diabetes. Die Funktion des Nervs stellt sich nach ca. 1 bis 3 Monaten wieder ein. Auch kann ein Tumor, eine temporale Arteriitis oder ein Hirnschlag die Ursache für die Lähmung sein.