Führt die altersbedingte Makuladegeneration zur Erblindung?
Da die Sinneszellen, die außerhalb der Makula liegen, durch diese Krankheit nicht zerstört werden, bleibt dem Patienten das Orientierungsvermögen erhalten. Selbst im späteren Stadium, wenn die zentrale Sehschärfe restlos verloren ist, kann er Kontraste und Umrisse wahrnehmen. Vor dem Gesetz gilt er dann jedoch als blind und hat Anspruch auf Blindenhilfe.Kann man der altersbedingten Makuladegeneration selber vorbeugen?
Wissenschaftlich fundierte Empfehlungen gibt es noch nicht. Alles, was der allgemeinen Gesundheit dient, kommt auch dem Auge zugute. Vor ständigem direkten Einfall der Sonnenstrahlen sollte man die Augen schützen. Dazu sind jedoch nur Sonnenbrillen mit UV-Schutzgläsern geeignet. Dunkle Gläser allein können mehr Schaden anrichten als nützen. Sie verhindern die natürliche Schutzreaktion der Pupille, die sich bei hellem Licht verengt. Überaus wichtig ist die Selbstbeobachtung, damit eine beginnende Makuladegeneration erkannt werden kann, bevor eine Minderung der Sehschärfe eintritt. Darum sollte jeder spätestens ab dem 55. Lebensjahr an in kurzen und regelmäßigen Abständen einen Test mit dem Amslernetz machen.Er ist ganz einfach: Man fixiert den Punkt in der Mitte des Gitters. Daß dabei zum Rand des Testbildes hin alles unschärfer wirkt, ist normal. Wenn jedoch die Linien krumm und die Quadrate verbogen erscheinen, besteht Grund genug, den Augenarzt sofort aufzusuchen und ihn über die Beobachtung zu informieren. Für den häufig reisenden Patienten besteht die Möglichkeit, diesen so wichtigen Test anhand einer Amslerkarten in Scheckkartenformat (leicht in Geldbörse aufzubewahren) ständig zur Hand zu haben. Die Ursachen solcher Sehstörungen können auch anderer Natur sein. Deshalb ist eine Untersuchung des Augenhintergrundes mit dem Außenspiegel unbedingt erforderlich.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.uniklinikum-giessen.de)


