Schielen, die Behandlung

 
Schielen, die Behandlung

Wie wird Schielen behandelt?

Zunächst ermittelt die Orthoptistin oder der Augenarzt die Ursache des Schielens. Einwärtsschielen, das erst im zweiten Lebenjahr oder später auftritt, wird bei mehr als der Hälfte der Kinder durch nichtkorrigierte Fehlsichtigkeit verursacht. Dabei handelt es sich in der Regel um eine stärker ausgeprägte Übersichtigkeit. Bei sehr vielen dieser Kinder wird das Schielen von der richtigen Brille beseitigt, bei anderen verringert es sich zumindest. Bisweilen muß man versuchen, das schielende Kind schon im zweiten Lebensjahr oder früher mit einer Brille zu behandeln.

Amblyopiebehandlung

Zur Verhinderung oder auch Beseitigung der Amblyopie dient die Okklusionsbehandlung, bei der Klebepflaster nach Anweisung des Augenarztes oder seiner Orthoptistin in einem bestimmten Wechselrhytmus auf das nicht-schielende Auge bzw. schielende Auge geklebt werden. Der Pflasterverschluß des nicht-schielenden Auges soll das Training des schielenden Auges bewirken. Der Pflasterwechsel verhindert eine okklusionsbedingte Sehschwäche des nicht-schielenden Auges. Wenn ein Kind die Hautpflasterbehandlung nicht verträgt, wird der Augenarzt Augentropfen oder Augensalbe verordnen, die nach festgelegtem Zeitplan in das nicht-schielende Auge gegeben werden. Daruch wird die Pupille des besseren Auges erweiter; die inneren Augenmuskeln werden vorübergehend entspannt, damit das Kind überwiegend das schielende Auge benutzt und dieses so "trainiert". Die wichtigster Vorraussetzung für den Erfolg der Amblyopiebehandlung ist das sorgsame Einhalten der vom Augenarzt in jedem einzelnen Fall für das schielende Auge und das nicht-schielende Auge exakt ermittelten Behandlungs- bzw. Trainingsphasen.

Führen bei älteren Vorschulkindern und bei jüngeren Schulkindern mit Amblyopie Brille, Okklusion und Augentropfen bzw.-salbe nicht zu einer Besserung der Sehschärfe, kann bisweilen eine vom Augenarzt und einer Orthoptistin verordnete Schulungsbehandlung weiterhelfen. Die Amblyopievorsorge und -behandlung muß meist über Jahre bis ins Wachstumsalter hinein zusätzlich zur Brille und auch nach erfolgreichrer Operation fortgesetzt werden. Bei Schulkindern kann meist der Verschluß eines Brillenglases das Hautpflaster ersetzen.

Die Schieloperation

Bei der Hälfte der Schielkinder muß die Fehlstellung durch Operation an den äußeren Augenmuskeln beseitigt werden. Manchmal ist die opertive Stellungskorrektur Vorraussetzung lesen Sie weiter




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