Wie können Eltern, Augenarzt und Orthoptistin zusammenarbeiten?
Mit Ausnahme der Operation ist der Augenarzt bei allen anderen Therapiemaßnahmen nur erfolgreich, wenn die Eltern zuverlässig mitwirken. Der Augenarzt muß sich darauf verlassen können, daß die verordnete Brille ausnahmslos und ununterbrochen vom Kind getragen wird, daß bei der Okklusionsbehandlung Haut- oder Brillenpflaster nicht länger als vorgeschrieben auf dem Auge bleiben, jedoch ebenfalls nicht "nur mal zwischendurch" oder vorzeitig abgenommen werden, daß Augentropfen und- salbe genau nach Plan gegeben werden und daß kein Termin - sei es zur Untersuchung oder zur Schulung - ausgelassen wird. Die Behandlung einer Ambylopie kann sich bis zum 12. Lebensjahr und manchmal darüberhinaus erstrecken, weil Rückfälle noch bis ins Wachstumsalter hinein möglich sind. Ihr Augenarzt und seine Orthoptistin wissen, daß Sie und Ihr Kind viel Geduld aufbringen müssen. Sie werden Sie in jeder Weise unterstützen: medizinisch, psychologisch und durch eingehende Informationsgespräche.(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.uniklinikum-giessen.de)


