Was tut Syphilis mit den Augen?

Bei Syphilis handelt es sich um eine ziemlich bekannte und eher wieder zunehmende Krankheit, die eigentlich leicht mit Antibiotika behandelt werden kann. Diese Krankheit wird anhand von einer
spiralförmigen Bakterie, der Spirochäte, übertragen. Bei einer ersten Infektion kommt es nach einer Inkubinationszeit von drei Wochen zu einem Geschwür an den
Genitalien. Dieses Geschwür verschwindet jedoch ohne Behandlung von selber wieder. Diese Krankheit ist dann ansteckend, wenn Geschwüre auf den
Genitalien vorhanden sind. Bei den Frauen kann es zu innerlichen Geschwüren kommen, die man weder sieht noch spürt. Die Krankheit entwickelt sich in verschiedenen Stadien und kann sich auf mehrere Körperteile übertragen, so z.B. auf das Gehirn und auf die
Augen. Ein Labortest kann das aktive oder inaktive Stadium der Krankheit bestimmen.
Auswirkungen auf die Augen
Hornhauterkrankung
Die Hornhaut, die „transparente Scheibe" des Auges also, kann in den ersten Stadien der Syphiliserkrankung durch eine „interstitielle Keratitis" in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies kann zu einer Narbe auf der Hornhaut und folglich zu einem Sehverlust führen. Die Behandlung besteht darin, die Syphilis zu behandeln.
Iritis
Die Syphilis kann eine Entzündung im Innern des Auges oder eine Iritis hervorrufen. Die Symptome können sein: gerötete Augen, Schmerzen, Lichtüberempfindlichkeit und „mouches volantes". Die Behandlung besteht im Anwenden von Steroiden und in der Behandlung der
Syphilis selber.
Auswirkung auf den Sehnerv
Wenn die Syphilis über eine lange Zeit, also über Jahre hinweg, nicht behandelt wird, kann das zentrale Nervensystem beschädigt werden (das Gehirn und das Rückenmark). Auch kann der Sehnerv in Mitleidenschaft gezogen werden, was zu dessen Entzündung und Beschädigung führt. Die wichtigsten Symptome sind der Verlust des Sehvermögens und blinde Zonen beim peripheren Sehen. Zur Behandlung wird während mindestens 10 Tagen Penicillin eingespritzt.
Auswirkung auf andere Augenteile
Die Syphilis kann alle Augenteile, wie z.B. die Netzhaut, die Tränendrüsen und die
Muskeln, welche die Augenbewegungen ermöglich, in Mitleidenschaft ziehen. Auch kann es zu einer Veränderung der Pupillenform kommen.