Babypflege: Windelpilz Soor

Windelpilz, meist einfach "das Kind hat Soor" genannt. Er kann im ganzen Windelalter auftreten - und häufig bekommen die Babys den Windelpilz (Candida albicans) durch eine Soor-Infektion der Mutter über den Geburtskanal mit. Schwangere mit einer
Soor-
Infektion werden daher möglichst vor der Geburt behandelt. Ein "mitgebrachter" Soor tritt meist schon in den ersten beiden Lebenswochen auf. Einmal ist der Windelbereich befallen, stark gerötete Haut, mit weißen Belägen. Auch Papeln und Pusteln können erkennbar sein. Neben einer entsprechenden "Soor-Salbe" welche auf die betroffene Haut aufgetragen wird, sollte der Mund des Babys beobachtet werden. Wenn weiße Beläge sich in der Mundhöhle zeigen, kann es sich um eine Pilzinfektion handeln. Versuche den Belag vorsichtig wegzuwischen (mit Mullwindel). Verschwindet er, war es nur Milch von der letzten Mahlzeit. Bleibt der Belag muss das Baby dem
Kinderarzt vorgestellt werden um ein entsprechendes
Medikament zu bekommen. Stillkinder können den Soor auf die Brust übertragen. Eine antimykotisch wirkende Salbe muss parallel auf die Brustwarze gegeben werden. Wird nur einseitig behandelt, entweder Kind oder Mutter, springt die Pilzinfektion hin und her. Der Candida albicans (Soor) fühlt sich wohl und breitet sich aus bei:
- Feuchtigkeit durch z.B. Urin
- verunreinigte Schnuller und Milchflaschen - Hygiene sehr wichtig
- und wenn die Haut des Kindes am Po bereits wund ist (durch eine andere Ursache) kann sich der Pilz schnell ansiedeln weil die natürliche Hautbarriere gestört ist.
Bei Pilz-Verdacht immer zum Kinderarzt gehen - die Salben etc. sind auch verschreibungspflichtig!
Stillkinder
unbedingt weiter
stillen - und Mundhöhle täglich nach weißen Stippchen, dem Soor, kontrollieren. Mundhöhle und Brustwarzen der Mutter behandeln wenn nötig. Muttermilch schützt mit ihrer besonderen Zusammensetzung den Darm des Kindes vor der Besiedelung des Pilzes und stärkt die kindliche
Immunabwehr. Mundsoor kann Schmerzen verursachen, häufig anlegen damit das Baby auf seine Trinkmengen kommt. Die verordnete antimykotische Salbe muss auch über das Verschwinden der Beläge hinaus angewandt werden. Bitte unbedingt die ärztliche
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