Dürfen Epilepsiepatientinnen schwanger werden?
Dürfen Epilepsiepatientinnen schwanger werden? Epilepsie und Schwangerschaft ist ein komplexes Thema. Grundsätzlich gilt, daß die Verantwortung für eine Schwangerschaft ausschließlich bei der Patientin selbst liegt.Der Arzt kann nur informieren. Jede Schwangerschaft, auch die einer gesunden Frau, ist mit einem Risiko für die Mutter und das werdende Kind behaftet. Diese Risken sind bei Epilepsiepatientinnen etwas höher, als in der Durchschnittsbevölkerung.
Bei den Risken sind zu unterscheiden:
- das Risiko für den Epilepsieverlauf
- die Risken für die Schwangerschaft
- die Risken für den Fötus durch Anfälle und die Einnahme der anti-epileptischen Medikamente
- die Risken für das Kind, ebenfalls an einer Epilepsie zu leiden.
Zahlenmäßige Angaben über ein erhöhtes Risiko können vom Arzt detailliert angeführt werden. Auch hier gilt, daß dieses Risiko keineswegs in einem Ausmaß erhöht ist, daß von einer Schwangerschaft prinzipiell abgeraten werden muß. Durch Fruchtwasseruntersuchungen (Amniozentese) können gröbere Mißbildungen bereits in den ersten Schwangerschaftsmonaten erkannt werden. Liegt eine gröbere Mißbildung vor, besteht die Möglichkeit zu einer ärztlich indizierten Unterbrechung der Schwangerschaft. Generell allerdings kann das gleichzeitige Bestehen von lesen Sie weiter


