Eltern mit neuem Partner

 
Eltern mit neuem Partner

Wenn der "Neue" kommt

Die Trennung von Eltern ist sehr schwer für Kinder. Noch komplizierter kann es werden, wenn die Erwachsenen eine neue Beziehung eingehen. Dem allein erziehenden Elternteil gibt der neue Partner oft Selbstbewusstsein und Energie zurück, doch nicht immer akzeptieren die Kleinen den Nachfolger des Vaters oder der Mutter.

Eltern Entweder sie brauchen noch Zeit, die Trennung zu verarbeiten oder sie haben sich an die Erziehung durch einen Elternteil gewöhnt. Besonders schwierig sind neue Lebensgefährten der Eltern für Kinder kurz vor oder während der Pubertät, also im Alter zwischen 9 und 15 Jahren.

Jüngere Kinder sind meist offener für neue Menschen und ältere führen häufig selbst schon eigene Beziehungen und sehen dann auch das Liebesleben ihrer Eltern aus einem neuen Blickwinkel. Wenn Eltern auf die Gefühle der Kinder Rücksicht nehmen, kann der neue Partner besser akzeptiert werden. Darum sollten einige Verhaltensweisen beachtet werden:

• Am besten sollten sich Eltern mit neuen Partnern viel Zeit mit dem Zusammenziehen lassen. So können sich die Kinder an den Neuen gewöhnen. Wenn der Neue übernachtet, kündigen Sie den Kindern an, dass er vielleicht noch zum Frühstück da ist.

• Der neue Partner ist nicht für die Beziehung zuständig. Oft haben Kinder gerade damit Probleme, wenn der Neue versucht, Gewohnheiten zu ändern oder neue Regeln aufzustellen. Der Partner kann die Familie aber durch Hilfe im Haushalt unterstützen.

• Grund für Eifersucht ist es oft, dass die Mutter oder der Vater plötzlich einem - für die Kinder - Fremden vermeintlich mehr Zeit widmet als dem Kind. Sie sollten deshalb darauf achten, immer wieder Zeit für Unternehmungen zu zweit – also nur mit ihrem Kind! – einzuräumen.

• Kinder versuchen oft, die alte Familienstruktur zu verteidigen, wenn sie über die Trennung der Eltern noch nicht hinweg sind. Versuchen Sie deshalb einen entspannten Umgang zu ihrem Ex-Partner aufzubauen und fördern Sie den Kontakt zwischen diesem und ihrem Kind. Der leibliche Vater bleibt immer „Papa“ des Kindes. Der neue Partner wird gewöhnlich mit Vornamen angesprochen.




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