Früh- und Fehlgeburten in der Vorgeschichte
Frauen, die bereits eine oder mehrere späte Fehlgeburten (nach 12 Schwangerschaftswochen) oder Frühgeburten hatten, haben in der nächsten Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko, wieder eine Fehl- oder Frühgeburt zu erleiden. Das Risiko steigt mit der Anzahl der bereits missglückten Schwangerschaften. Bei wiederholten Fehlgeburten vor 12 SSW lesen Sie bitte auf dieser Seite „Ursachen für Fehlgeburten“.Im Zeitraum zwischen 12 und 32 Schwangerschaftswochen stellen aufsteigende genitale Infektionen die Hauptursache für Fehl- bzw. Frühgeburten dar und führen beispielsweise zu vorzeitigen Wehen und/oder zu einem vorzeitigen Blasensprung.
Wenn man alle Schwangerschaften betrachtet, dann sind aufsteigende genitale Infektionen erfreulicherweise nicht so häufig. Bei der Mehrzahl der Frauen liegt ein ungestörtes Scheidenmilieu vor, wodurch zumeist ein Aufsteigen von Infektionen verhindert wird. Bei manchen Frauen kommt es allerdings zu Störungen des Scheidenmilieus; und bei vielen dieser Frauen genügt es, wenn diese Störungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Dies ist die Zielsetzung unserer Selbstvorsorge-Aktion für Schwangere.
Aber besonders bei Frauen mit sich wiederholenden späten Fehlgeburten oder sehr frühen Frühgeburten scheint auch das nicht auszureichen. In solchen Fällen empfehlen wir vorbeugend, den Frühen Totalen Muttermundverschluss durchzuführen. Er ist indiziert bei Frauen, die bereits 2 oder mehr Fehl- oder Frühgeburten zwischen 12 und 32 SSW erlitten haben und bei denen eine Infektion als Ursache festgestellt wurde, oder bei denen sich keine andere spezifische Ursache feststellen ließ. Genaueres lesen Sie bitte in unseren Informationen zum Frühen Totalen Muttermundverschluss.


