Mangelversorgung des Kindes durch Rauchen, Genussmittel und Drogen

Mangelversorgung des Kindes durch Rauchen
Rauchen ist die Hauptursache für Mangelversorgung des ungeborenen Kindes (Dystrophie, oder intrauterine Wachstumsstörung, umgangssprachlich auch „Mangelernährung“ genannt) Durch Rauchen werden alle Blutgefäße, auch die der Plazenta (Mutterkuchen) nachweisbar verengt, so dass weniger Blut zum Kind gelangt. Beim Rauchen werden die Blutgefäße nicht nur vorübergehend verengt, sondern sie können z.B. in der Plazenta mit der Zeit dauerhaft geschädigt werden, so ähnlich wie bei der sog. „Arterienverkalkung“. Das kann dazu führen, dass das Kind nicht mehr ausreichend mit Blut und damit mit Sauerstoff und mit Nährstoffen versorgt werden kann (dann spricht man von einer Plazentainsuffizienz). Bei ausgeprägter Plazentainsuffizienz muss die Geburt häufig vorzeitig eingeleitet werden.Zum Schutze ihres Kindes sollte daher jede werdende Mutter, die bislang geraucht hat, unbedingt versuchen mit dem Rauchen aufzuhören (in der Übergangsphase können z.B. Nikotinpflaster oder auch Akupunktur helfen). Falls ihr das nicht gelingt: Jede einzelne Zigarette weniger zählt!
Genussmittel und Drogen
Alkohol führt weniger zu Frühgeburten als vielmehr zu Schädigungen des Kindes (vor allem zu Minderwuchs, zu Fehlbildungen sowie zu geistigen Beeinträchigungen) und sollte deshalb möglichst nicht oder nur in sehr geringen Mengen konsumiert werden (auf keinen Fall mehr als ein Glas Wein (0,125 Liter) oder ein Glas Bier (0,2 Liter) täglich!)Einige Studien haben ergeben, dass übermäßiger Kaffee- oder Lakritzenkonsum das Frühgeburtsrisiko erhöht, Kaffee und Lakritze sollten daher nur in Maßen zu sich genommen werden.
Auch illegale Drogen (insbesondere Marihuana, Kokain und Ecstasy können zu Frühgeburten führen und sollten deshalb gemieden werden. Bei Heroin besteht zusätzlich die Gefahr von Infektionen (durch unsaubere Spritzen). U. a. deshalb bekommen heroinabhängige Mütter in der Regel den Ersatzstoff Methadon.
15/08/06


