Stammzellen aus Nabelschnurblut, aufbewahren, ja oder nein?

Stammzellen aus
Nabelschnurblut - viele Eltern haben schon einmal davon gehört, wissen aber nicht richtig Bescheid über das Thema oder sind verunsichert. Im aktuellen Medizin-Special hat die babyclub.de Redaktion deshalb für Sie recherchiert und Informationen zusammengetragen.
Einer für alle - Stammzellen sind Alleskönner
In den ersten Tagen der Schwangerschaft besteht ein
Embryo aus einigen, wenigen Zellen, die alle vollkommen gleich sind, man bezeichnet sie als Stammzellen. Im weiteren Verlauf der Entwicklung entstehen aus diesen Stammzellen unterschiedliche Zellarten, wie z.B. Gehirnzellen, Muskelzellen, Nervenzellen, Blutzellen und viele mehr. Die Medizin nutzt dieses Wissen, um mit Hilfe von Stammzelltransplantationen verschiedene
Krankheiten zu behandeln. Stammzellen sollen in Zukunft eingesetzt werden, um krankes Gewebe zu regenerieren und dort die Aufgaben der zerstörten
Zellen zu übernehmen.
Adulte Stammzellen contra Stammzellen aus Nabelschnurblut
Im Körper eines jeden Menschen befindet sich ein „Vorrat“ an
Stammzellen, der sich immer wieder erweitert, dieser Vorrat nimmt jedoch mit steigendem Alter ab. Die Stammzellen, die man im Körper eines Erwachsenen aus dem
Knochenmark gewinnen kann, nennt man „adulte“ Stammzellen. Besonders viele Stammzellen befinden sich auch im Nabelschnurblut des Babys. Diese Nabelschnurblut-Stammzellen haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber den „adulten“ Stammzellen: Sie sind flexibler und vitaler als ihre „erwachsenen“
Geschwister. Was heißt das? Die „frischeren“ Nabelschnurblut-Stammzellen entwickeln sich leichter zu verschiedenen an-deren Zellarten und bieten somit die Chance, künftige Schäden an Organen, Muskeln oder Knochen, die durch Krankheiten oder Unfälle entstanden sind, zu reparieren. Dazu ist es nötig, Stammzellen aus dem Nabelschnurblut nach der Geburt einzufrieren. Dies ist heute
problemlos möglich.