Storchenbiss und Blutschwamm (Hämangiom)

Beinahe jedes zweite Neugeborene weist in den ersten Lebensmonaten einen roten, scharf begrenzten
Hautfleck meist im Bereich des Kopfes auf.
Dabei handelt es sich in der Regel um ein so genanntes Feuermal (Naevus flammeus), das im Volksmund auch
"Storchenbiss" genannt wird. Meistens vergeht diese
Hautrötung von selbst im ersten Lebensjahr. Nicht verwechselt werden sollte er mit dem Hämangiom (Blutschwamm), einem gutartigen Gewächs der Blutgefäße, das nicht flach ist sondern meist etwas über das Hautniveau herausragt.
Der Storchenbiss
Ein Storchenbiss ist ein roter
Hautfleck, der meist am Hinterkopf, seltener auf der Stirn oder an den
Augenlidern eines Säuglings auftritt. Daher der Name; es sieht aus, als hätte der Storch das Kind mit dem Schnabel hier gehalten. Ursache dieser Flecken sind erweiterte Blutgefässe; typisch ist die Intensivierung der
Farbe bei verstärkter Durchblutung wie durch Aufregung oder beim Schreien. Der Storchenbiss verschwindet in aller Regel von selbst bis zum ersten Geburtstag.
Das Hämangiom
Ein Hämangiom, auch als Blutschwamm bezeichnet, ist ein gutartiger
Tumor der Blutgefäße, der in verschiedenen Formen auftreten kann. Man unterscheidet zwischen einzelnen Hämangiomen und der Hämangiomatose, bei der mehrere Hämangiome gleichzeitig vorkommen. Hämangiome können überall auftreten und erscheinen meist als bläulich bis rötliche Verfärbung. Sie kommen an der gesamten Körperoberfläche, v.a. jedoch an Kopf und Hals, und auch an inneren Organen vor; hier vor allem in der
Leber. Hämangiome sind meist angeboren, zeigen unterschiedliche
Wachstumstendenzen und bilden sich z.T. von alleine wieder zurück. Ab wann es zu einer Spontanrückbildung kommen wird, läßt sich allerdings in keinem Fall sicher vorhersagen. Selbst mehrere
Hämangiome am selben Kind verhalten sich individuell unterschiedlich.