Im Moment ist das Spektrometer noch in der "Lernphase"; es kann zwar sagen, dass etwas da ist, aber noch nicht immer was es ist. Bis das Gerät wirklich bei Patienten zum Einsatz kommen kann, werden daher noch einige Jahre vergehen. Doch Michael Westhoff, Arzt in der Lungenklinik Hemer, ist zuversichtlich, dass das Spektrometer irgendwann zum Standardinventar in jeder Arztpraxis gehört. Nicht nur bei der Diagnose, sondern auch bei der Überprüfung des Therapie-Erfolgs soll es dann behilflich sein. "Wir wollen die Ausatemluft, ebenso wie Blut und Urin, als Informationsquelle über den Gesundheitszustand eines Patienten etablieren", so der Lungenspezialist. Und Jörg Ingo Baumbach ergänzt: "Viele Patienten würden das sicher begrüßen, weil das Pusten ins Spektrometer für sie einfacher und angenehmer ist, als die Blutabnahme oder das Abgeben einer Urinprobe." Zudem ist das Gerät günstiger und schneller als so manche Laboruntersuchung. Und im Vergleich mit ihren vierbeinigen Konkurrenten haben die elektronischen "Nasen" neben der Tagesform-Unabhängigkeit noch einen weiteren Vorteil: Sie vertragen sich besser mit den klinischen Hygienevorschriften.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://idw-online.de)


