Über Blut und Blutdruck

 
Über Blut und Blutdruck

Das Blut

Manche nennen es auch den Stoff des Lebens. Nicht ohne Grund. Denn es erfüllt viele verschiedene Aufgaben. Die Blutmenge eines erwachsenen Menschen beträgt etwa fünf bis sechs Liter. Sie macht rund acht Prozent seines gesamten Körpergewichts aus. Unser Blut setzt sich aus flüssigen und festen Bestandteilen zusammen: Blutflüssigkeit (Plasma) und verschiedenen Blutzellen. Im Einzelnen sind das die roten (Erythrozyten) und weißen (Leukozyten) Blutkörperchen und die Blutplättchen (Thrombozyten). Das Blutplasma besteht zu 90 Prozent aus Wasser und enthält u. a. lebenswichtige Eiweiße und Nährstoffe. Blut hat im Körper verschiedene Aufgaben zu erfüllen:
  • Transport. Die roten Blutkörperchen – im übrigen etwa 99 Prozent aller Blutzellen – transportieren Sauerstoff zu den Organen und führen Kohlendioxid von ihnen weg.
  • Immunabwehr. Die weißen Blutkörperchen (Abwehrzellen) – davon gibt es bei einem gesunden Menschen zwischen 5 und 10 Millionen pro Milliliter Blut – und Antikörper erkennen und bekämpfen z. B. Krankheitserreger und körperfremde Stoffe.
  • Wärmeregulation. Wärme aus der Körpermitte wird über das Blut zu den Armen und Beinen getragen.
  • Blutgerinnung. Die Blutplättchen – der Normbereich liegt zwischen 140 und 440 Millionen pro Milliliter Blut – verschließen Wunden wie ein „inneres Pflaster“

Was versteht man unter Blutdruck?

Um auch die kleinsten Gefäßverzweigungen zu erreichen, muss das Blut mit einem bestimmten Druck durch unseren Körper fließen. Ist dieser Druck dauerhaft erhöht, drohen Gefahren. Blutdruck entsteht aus dem geordneten Zusammenspiel von Herz und Gefäßen. Man versteht darunter den Druck, mit dem das Blut durch unsere Schlagadern fließt. Dieser Druck erreicht sein Maximum (Systole), wenn sich das Herz zusammenzieht und Blut in die Gefäße presst. Erschlafft der Herzmuskel wieder, sinkt der Wert auf ein Minimum (Diastole) ab. Deshalb werden bei der Blutdruckmessung immer zwei Werte angegeben: der obere (systolische) und der untere (diastolische) Druck.

Der Widerstand der Körperhauptschlagader (Aorta) verhindert dabei, dass der Blutdruck in der Entspannungsphase des Herzens einen Nullwert erreicht. Sie gibt auch dann noch Blut an Organe und Gewebe weiter, wenn das Herz sich erneut mit Blut füllt. Wäre das nicht der Fall, würde das Blut ruckartig und nicht gleichmäßig fließen. Arterien sind in der Lage, sich stark zu dehnen. Druckschwankungen der geförderten Blutmenge können sie somit durch ihre lesen Sie weiter




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