Kochsalz und Bluthochdruck
Etwa jeder 5. Erwachsene in Deutschland hat Bluthochdruck. Einer der Faktoren, die das begünstigen können, ist übermäßiger Kochsalzkonsum. Das Salz des Lebens - ohne Zweifel, Salz gehört zu unserem Leben. Ohne Salz könnten wir nicht existieren. Und Salz läßt viele Speisen besser schmecken und macht sie haltbar. Doch man kann auch zu viel des Guten tun. Wer dauernd zu hohe Mengen von Kochsalz verzehrt, kann krank werden. Erwiesen ist, dass übermäßiger Kochsalzkonsum zu Bluthochdruck führen kann. Dabei läuft folgender Mechanismus ab: Salz bindet Wasser. Deutlich merkt man das im übrigen nach dem Genuss salziger Speisen: Man bekommt Durst. Enthält das Blut mehr Kochsalz, so hält die Niere mehr Wasser zurück bzw. scheidet weniger Wasser aus. Das damit entstehende höhere Blutvolumen führt zu einer Erhöhung des Blutdrucks. Folge: Der Blutdruck erhöht sich. Geschieht das dauerhaft, kann man an Bluthochdruck erkranken.Damit sind diese Vorgänge im Körper sicher vereinfacht dargestellt. Tatsächlich laufen sie viel komplexer ab. Und so ist es kein Wunder, dass die einfache Formel "hoher Kochsalzkonsum bedeutet hohen Bluthochdruck" und umgekehrt anscheinend so einfach doch nicht funktioniert. Insbesondere zweifeln manche wissenschaftliche Untersuchungen an, dass eine Kochsalzreduktion auch automatisch zu einer Blutdrucksenkung führt.
Was tun?
Für Gesunde wie Hochdruckpatienten stellt sich da die Frage: Was soll man eigentlich tun? Wieviel Salz darf man zu sich nehmen, ohne dass es gesundheitsschädigend wirken könnte? Statistiker haben ermittelt, dass wir täglich durchschnittlich etwa 10 - 12 g Kochsalz verzehren. Das ist mehr als doppelt so viel, wie wir eigentlich benötigen. Deshalb empfiehlt die Deutsche Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdruckes e.V. schon von klein auf sparsam mit Kochsalz umzugehen und so das Risiko für Bluthochdruck zu vermindern. Dies gilt vor allem für Menschen, in deren Familien bereits Bluthochdruck vorkommt, also eine erbliche Belastung angenommen werden kann. Der Kochsalzverbrauch gesunder Menschen soll bei etwa 8 g pro Tag liegen. Bluthochdruck-Patienten rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die Kochsalzzufuhr auf bis zu 6 g (ca. 2,4 g Natrium) pro Tag zu beschränken. Auf kochsalzreiche Lebensmittel und Speisen solle man verzichten (z. B. Konserven, Fertiggerichte, gepökelte Fleischerzeugnisse, gesalzene Nüsse, Salzgebäck). Speisen sollten ohne Salz zubereitet und dafür Küchenkräuter und salzfreie Gewürze verwendet werden. Zu bevorzugen sind natriumreduzierte (Natriumgehalt von 250-500 mg pro 100 g) und natriumarme Lebensmittel (Natriumgehalt bis 120 mg pro 100 g).Allerdings weisen die Experten darauf hin, dass die Verringerung des Kochsalzes nur dann wirklichen gesundheitlichen Vorteil bringt, wenn sie von weiteren Maßnahmen begleitet wird: Reduktion von Übergewicht, Einschränkung des Alkoholkonsums, Steigerung der lesen Sie weiter


