Seelische Belastungen abbauen gegen Stress und Bluthochdruck
Den Stress in den Griff bekommen und gelassener werden – denn die Gesundheit geht vor. Hektik, Stress, Konfliktsituationen – seelische Belastungen sind im Berufs- und Alltagsleben häufig an der Tagesordnung. Aber: Sie treiben den Blutdruck in die Höhe und lassen das Herz schneller schlagen. Deshalb ist es wichtig, die Bremse zu ziehen und das Leben ein wenig ruhiger angehen zu lassen. Nehmen Sie sich mehr Zeit für sich selbst und schalten Sie öfter mal ab. Phasen der Anspannung sollten Sie immer Phasen der Entspannung folgen lassen. Es gibt eine Reihe kleiner Hilfen, die Streicheleinheiten für Ihre Seele sind:- Lernen Sie Techniken, die Ihnen helfen, bewusst zu entspannen, z. B. Autogenes Training, Atemübungen oder Yoga. Volkshochschulen, Krankenkassen und eine Reihe anderer Einrichtungen bieten preiswerte Kurse an.
- Legen Sie sich ein dickes Fell zu: Nehmen Sie sich nicht alles und jedes gleich zu Herzen.
- Wenn schon ärgern, dann aber richtig. Ein reinigendes Gewitter ist besser als ständig dicke Luft.
- Versuchen Sie, Probleme und Konflikte mit dem Verstand und nicht mit dem Gefühl zu lösen.
- Machen Sie nicht Urlaub auf Raten, sondern nehmen Sie ihn am Stück. In drei Wochen erholen Sie sich besser als in drei Tagen.
- Gehen Sie mal wieder in die Sauna – sofern Ihr Arzt nichts dagegen hat. Aber: nicht zu lange und aufs kalte Tauchbad verzichten.
- Gönnen Sie sich ausreichend Schlaf. Vor allem bei hohem Blutdruck ist eine ausgiebige Nachtruhe wichtig, denn normalerweise sinkt der Blutdruck im Schlaf.
- Auch körperliche Aktivitäten tragen dazu bei, Stress abzubauen.
- Lauschen Sie Ihrer Lieblingsmusik oder treffen Sie sich zu einem geselligen Beisammensein mit Freunden – auch das löst Spannungen und trägt zu mehr Ausgeglichenheit bei.
Risikofaktor Stress
Stress kann sich negativ auf die Blutdruckwerte auswirken. Wer ständig unter Strom steht, sollte auf die Bremse treten - der Gesundheit zuliebe. Ärger, Hektik, Überforderung, Lärm oder Angst - Dauerstress kann den Blutdruck in die Höhe treiben und damit auch einen bereits bestehenden Bluthochdruck verschlechtern. Dabei ist Stress an sich gar nichts Negatives. Er dient dem Menschen als Antrieb, um seine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten bzw. zu verbessern (Eustress). Werden die Anforderungen allerdings zu groß und lassen sich auf Dauer nicht mehr bewältigen, hat Stress einen negativen Einfluss auf die Gesundheit (Disstress). Die jeweilige Belastbarkeitsgrenze ist individuell verschieden. Was den einen total stresst, spornt den anderen dagegen nur an.Bei jeder Stresssituation läuft in unserem Körper ein Reiz-Reaktions-Schema ab. Energiereserven werden kurzfristig in Form von Zucker mobilisiert und das Reaktionsvermögen stark erhöht. Ein Mechanismus, der unseren Urahnen zum Überleben diente, um in bedrohlichen Situationen zu kämpfen oder zu fliehen:
- Das Vegetative (willentlich nicht beeinflussbare) Nervensystem wird aktiviert.
- Der Stoffwechsel wird angekurbelt, und die Nebennieren schütten die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin aus.
- Die Blutgefäße verengen lesen Sie weiter


