Verschiedene Blasentumore

Blasenentzündung (Zystitis)
Blasenentzündungen kommen aus anatomischen Gründen (kurze Harnröhre) vor allem bei Frauen und Kindern vor. Bei Männern tritt sie meistens im Zusammenhang mit einer anderen Blasenerkrankung (Stein oder Tumor) oder einer Erkrankung der Prostata auf. Die akute
Blasenentzündung wird durch Bakterien verursacht, welche über die Harnröhre in die Blase gelangen.
Therapie
Eine Blasenentzündung sollte immer ärztlich behandelt werden. Meistens verschreibt der Arzt oder die Ärztin ein geeignetes Antiobiotikum. Unbehandelt können
Blasenentzündungen auf die Nieren oder sogar aufs Blut übergreifen und gefährliche Folgen haben. Unterstützend zur Behandlung können spezielle Blasen- und Nierentees getrunken werden, welche die Harnbildung anregen.
Blasentumor
Blasentumore können anfänglich auf die Blasenschleimhaut begrenzt auftreten oder bereits in den Blasenmuskel eingewachsen sein und von dort aus
Metastasen (Ableger) bilden. Anzeichen eines Blasentumors sind Blutbeimengungen im Urin. Daher sollte blutiger Urin unbedingt von einem Urologen genau abgeklärt werden, auch wenn die
Blutung wieder von allein aufhört.
Therapie
Bei oberflächlichen Blasentumore wird die betroffene Blasenwand durch die
Harnröhre mit einer Elektroschlinge entfernt. Oft wird nach zwei Monaten nochmals nach der gleichen Methode operiert, um sicher zu stellen, dass alles Tumorgewebe entfernt ist. Da oberflächliche Blasentumore oft später wieder auftreten, sind regelmässige Nachkontrollen sehr wichtig. Bei einwachsenden
Blasentumore muss in den meisten Fällen die vollständige Entfernung der Blase empfohlen werden. Zusammen mit der Entfernung der Blase wird in besonders günstigen Fällen gleichzeitig eine Ersatzblase rekonstruiert. Wo dies nicht möglich ist, wird der Urin in einen künstlichen Ausgang geleitet (Uro-Stoma). Der Umgang mit einem solchen Uro-Stoma muss gelernt werden.