Was ist Bluthochdruck?
Bluthochdruck wird von Ärzten auch Hypertonie genannt. "Hyper" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "zu viel", "tonie" ist vom lateinischen Wort "tonus" abgeleitet. Das heißt so viel wie "Spannung" und meint damit den Druck auf die Gefäßwände. In bestimmten Situationen steigt oder fällt der Blutdruck – das ist völlig normal. Von Bluthochdruck spricht man erst, wenn die Werte längere Zeit über 140/90 mmHg liegen. Gesichert ist die Diagnose, wenn an drei aufeinander folgenden Tagen zu verschiedenen Uhrzeiten erhöhte Blutdruckwerte gemessen werden. Um die Diagnose zu bestätigen und die Ursachen zu erkennen, empfehlen Ärzte eine Blutdruckmessung über 24 Stunden.In der Regel verursacht Bluthochdruck kein unmittelbares Krankheitsgefühl. Vielmehr handelt es sich um "Alltagsbeschwerden", die selten mit dem Bluthochdruck in Zusammenhang gebracht werden. Dennoch sind Schwindel, Benommenheit, Sehstörungen sowie Druckgefühl im Kopf oder Nasenbluten auf hohen Druck zurückzuführen. Doch die Gefahr ist schleichend: Die scheinbar harmlosen Symptome können Warnsignale für lebensgefährliche Folgeerkrankungen
Welche Ursachen hat der Bluthochdruck?
Ärzte sprechen von zwei Arten des Bluthochdrucks. Bei der essenziellen oder primären Hypertonie kennt man die Ursache nicht. Das trifft auf mehr als 90 Prozent der betroffenen Bluthochdruck-Patienten zu. Man vermutet, dass Vererbung, Stress, Übergewicht und falsche Ernährung eine Rolle spielen. Wodurch er letztendlich entsteht, ist unklar.In etwa 5 Prozent der Fälle ist die Ursache bekannt. Dann sprechen Ärzte von der sekundären Hypertonie. Die erhöhten Blutdruckwerte werden von krankhaften Veränderungen der Niere, Hormonstörungen oder Arzneimitteln verursacht. Aber auch im Verlauf einer Schwangerschaft oder bei Drogenmißbrauch kann es zu erhöhten Blutdruckwerten kommen.
Diagnose Bluthochdruck - die 24 h Blutdruckmessung
Neben den Einzelmessungen kann mit der sogenannten 24-Stunden-Messung der Blutdruck exakt kontrolliert und die Diagnose Bluthochdruck gesichert werden. Während der Patient seinen normalen Alltagstätigkeiten nachgeht, wird 24 Stunden lang der Blutdruck gemessen. Ein Gerät mißt tagsüber automatisch alle 15 bis 20 Minuten den Druck. In der Nacht erfolgt die Messung alle 30 bis 60 Minuten. Aus den gespeicherten Werten kann ein Tagesprofil erstellt werden, das den Blutdruckverlauf dokumentiert und die Definition von Mittelwerten ermöglicht. Wenn 25 Prozent dieser Werte außerhalb der Norm liegen, geht man von einer krankhaften Blutdruckerhöhung aus. Die 24-Stunden-Messung eignet sich außerdem für:- die Erkennung des Morgenhochdrucks,
- die Überprüfung des Therapieerfolgs.


