Was ist Bluthochdruck genau?
Ob man hohen oder normalen Blutdruck hat, kann man nur auf Grund von Messungen feststellen. Arzt und Apotheken bieten das Messen des Blutdrucks an. Es gibt aber auch Blutdruckmessgeräte, die das Selbstmessen zu Hause ermöglichen. Die ermittelten Werte – ein oberer (der systolische) und ein unterer (der diastolische) – zeigen an, ob Ihr Blutdruck normal ist, oder ob der Arzt einschreiten muss. Liegt der Blutdruck im Ruhezustand (im Sitzen oder Liegen) bei wiederholten Messungen über 140 mmHg (systolisch), spricht man von Bluthochdruck oder Hypertonie. Damit zufällige Einflussgrößen, wie momentane Anspannung, kurzzeitige Belastung oder Angst vor der Behandlung, den Blutdruck nicht beeinflussen, sollte zur Erstdiagnose mehrfach gemessen werden. Die Messungen sollten mindestens dreimal durchgeführt werden und an zwei verschiedenen Tagen stattfinden.Wie macht sich Bluthochdruck bemerkbar?
Man merkt nicht, wenn der Blutdruck erhöht ist. Deshalb ist es wichtig, seine Werte regelmäßig checken zu lassen. Das Tückische an dieser Erkrankung ist – frühzeitige Warnsignale fehlen: Weder ein stark durchblutetes, rotes Gesicht noch die dick hervortretende Ader an der Schläfe haben – wie oftmals vermutet – irgend etwas mit Bluthochdruck zu tun. Die Krankheit verursacht keine typischen Beschwerden, nichts schmerzt. Unbemerkt kann diese Erkrankung so über Jahre hinweg zu irreparablen Organschäden führen. Viele Betroffene leben schon jahrelang mit hohem Blutdruck, ohne es zu ahnen, denn sie fühlen sich topfit und pudelwohl – ein Gefühl, das trügerisch sein kann. Wenn Klagen über Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Atemnot oder Müdigkeit, Herzklopfen, Beklemmungen oder Schweißausbrüche kommen, sollten Sie unbedingt den Arzt aufsuchen.Ein guter Rat: Lassen Sie es erst gar nicht so weit kommen. Damit die Erkrankung frühzeitig erkannt und behandelt werden kann, sollten Sie Ihren Blutdruck regelmäßig checken lassen. Eine Senkung des diastolischen Blutdrucks um 5 bis 6 mmHg bewirkt eine Reduktion des Schlaganfallrisikos um 40 Prozent und eine Reduktion von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt) um 20 bis 25 Prozent. Mit dieser Risikoreduktion geht eine höhere Lebenserwartung einher. So können Sie die schwerwiegenden Folgen einer unbehandelten Hypertonie lesen Sie weiter


