Angst- und Panikstörungen

 
Angst- und PanikstörungenAngstzustände und Panikstörungen sind Symptome, die neben den bekannten Symptomen bei einer depressiven Erkrankung auftreten können. Meist gehen sie mit Schlafstörungen und Unruhezuständen oder auch sozialer Phobie einher. Die Behandlung von Angst- und Panikstörungen wird in erster Linie auch mit Antidepressiva durchgeführt. Auch Ausdauertraining vermindert oder beseitigt depressive Symptome durch seine normalisierende Wirkung auf den Gehirnstoffwechsel.

Angststörungen und Panikzustände

Angst im normalen Maß ist hilfreich, mit diesem Gefühl kann man schneller und effektiver auf gefährliche Situationen reagieren. Wenn Angst jedoch solche Ausmaße annimmt, dass sie jedes Denken, Handeln und angemessenes Fühlen blockiert, handelt es sich um eine krankhafte Störung, die auch mit Panikattacken verbunden sein kann. Dauert ein Angstzustand über eine längere Zeit an, kann die Angst zerstörerisch wirken und dem Betroffenen jede Lebensfreude nehmen. Die krankhafte Angst ist sehr eng verbunden mit depressiven Symptomen. Daher wird die Angsterkrankung in der Therapie genauso wie depressive Erkrankungen behandelt. Auch hier helfen in erster Linie Antidepressiva. Wie bei der Depression liegt bei Angststörungen eine Störung im Gehirnstoffwechsel vor. Meist haben sie eine depressive Erkrankung als Ursache.

Begleitet werden Angstanfälle meist von Atembeschwerden, Herzklopfen, Schmerzen in der Brust, Kopfschmerzen, Schweißausbrüchen, Kontrollverlust, Kontaktscheu (soziale Phobie), Todesangst, extreme Unruhe, Schwindel, Übelkeit, Erschöpfungszustände etc. Wie bei der Depression wird der Betroffene von körperlichen Beschwerden gequält, für die es keine organische Ursache gibt.

Meist ist es so, dass bei Patienten, die über akute Ängste klagen, meist Symptome einer generalisierten Angststörung haben, die seit längerer Zeit schon latent vorhanden und für die bisher eine Behandlung scheinbar nicht erforderlich gewesen ist. Mit den Angststörungen ihrer Patienten kommen die meisten Hausärzte nach ihren Angaben gut zurecht. Geholfen wird vielen Patienten in Hausarztpraxen mit stützenden Gesprächen und inzwischen vermehrt auch mit Pharmakotherapie.

In Deutschland leiden etwa 2,3 Millionen Menschen an krankhafter Angst. Zu diesem Ergebnis ist eine breit angelegte Studie der Technischen Universität Dresden und des Max-Planck-Institutes für Psychiatrie in München gekommen. Demnach sind 27 Prozent der Patienten von Hausärzten betroffen. Bei etwa 5,3 Prozent von ihnen liegt das Vollbild einer generalisierten Angststörung vor, hat der Studienleiter Professor Hans-Ulrich Wittchen vom Institut für Klinische Psychologie der TU Dresden herausgefunden. Damit ist diese Erkrankung außer der Depression die häufigste psychische Erkrankung in Allgemeinpraxen.




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