Ursache und Depression behandeln!
Natürlich gilt es zunächst die mögliche Ursache einer Depression zu bekämpfen. Das heißt zum Beispiel, die Überfunktion der Schilddrüse zu behandeln, eine Krebserkrankung zu heilen, ein Medikament zu wechseln oder mit dem Trinken aufzuhören. Ist die Ursache im Griff, lässt auch die Depression in der Regel nach. Doch leider gelingt das nicht immer oder es dauert einfach zu lange. So darf ein Mensch, der unheilbar an Krebs erkrankt ist, unglücklich und traurig sein, aber muss er deshalb die ihm verbleibenden Tage, Wochen oder Monate unter einer Depression leiden?Heute sind sich die meisten Mediziner daher einig, dass ein "depressives Syndrom" gezielt behandelt werden sollte, um den Betroffenen unnötiges Leiden zu ersparen. Außerdem kann durch die Behandlung der Gefahr eines Selbstmords im Rahmen der Depression begegnet werden. Die gezielte Behandlung schließt dabei häufig auch die Anwendung von Medikamenten gegen Depression, die Antidepressiva, ein.
Ende gut, alles gut?
Ist die Erkrankung überstanden, die eine Depression auslöste – also die Lungenentzündung vorbei, die Schilddrüsenwerte im Normbereich oder die Krebserkrankung geheilt – kann der behandelnde Arzt den Versuch unternehmen, die Depressionsbehandlung langsam zurückzuführen. Es bestehen dann gute Chancen, dass der Betroffene gleichzeitig die Depression überstanden hat.Manchmal allerdings lösen körperliche Erkrankungen bei dafür anfälligen Menschen tatsächlich eine anhaltende Depression aus, die dauerhaft gezielt behandelt werden muss. Bei diesen Menschen wäre die Depression aber möglicherweise auch in einem völlig anderen Zusammenhang ausgebrochen, z. B. im Rahmen eines beruflichen oder privaten Konflikts, oder ganz ohne einen äußeren Auslöser. Es ist also im Einzelfall schwierig, den Auslöser oder die Ursache einer Depression dingfest zu machen.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.depress-online.de)


