Die behandelbare Krankheit Depression
Noch vor wenigen Jahren hat man die Depression irrtümlich nach möglichen Ursachen (endogene, neurotische, reaktive Depression) eingeteilt. Diese Klassifikation hat man aufgrund neuerer Kenntnisse verlassen. Heute werden Depressionen nur noch nach dem Schweregrad unterteilt. Wichtig für die Diagnose ist, dass die Symptome mindestens für einige Wochen wahrnehmbar sind und den Betroffenen in seinem persönlichen oder beruflichen Umfeld beeinträchtigen. Somit ist auch die leichte depressive Störung keine Befindlichkeitsstörung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung, die behandelt werden sollte.Die Depression: Eine Bezeichnung für ein Gefühl der Niedergeschlagenheit bzw. für einen Symptomkomplex, dessen Erscheinungsbild sich auf verschiedenen Ebenen des menschlichen Daseins zeigen kann: emotional (Trübsinnigkeit, Gefühl der Gefühllosigkeit), motivational (Entscheidungsunfähigkeit, Antriebsschwäche), kognitiv (Denkhemmung, Grübelneigung), vegetativ-physiologisch (Appetit- und Schlafstörungen, Verdauungsstörungen) im Verhalten (apathisches oder auch rastloses Verhalten, Angstzustände) und körperlich (Konditionsschwäche, Erschöpfung, Rückenprobleme). Der Schweregrad und der Verlauf der Erkrankung können sehr unterschiedlich sein.


