Die Unfähigkeit des Mannes...

 
Die Unfähigkeit des Mannes...Unter Erektionsstörungen, Potenzstörungen oder Impotenz versteht man die Unfähigkeit des Mannes, eine für den normalen Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erlangen oder aufrechtzuerhalten. Der Penis enthält Schwellkörper, deren Gefäße sich bei einer Erektion erweitern und vermehrt mit Blut füllen. Während der Erektion ziehen sich die Muskeln um diese Blutgefäße zusammen und verhindern das schnelle Abfließen des Blutes. Gelegentliche Erektionsstörungen sind normal und können in jedem Alter vorkommen. Moderne Forschungsergebnisse zeigen, dass Potenzstörungen häufiger organische Ursachen haben als bisher angenommen. Bei Potenzstörungen psychischer Ursache kann eine erstmalige Erektionsstörung dazu führen, dass der Mann beim nächsten Mal unter einem starken Leistungsdruck steht, was wiederum zu erneuten Erektionsschwierigkeiten führen kann. Für eine organische Ursache spricht, wenn überhaupt keine Erektionen mehr stattfinden. Mit zunehmendem Alter treten Potenzstörungen häufiger auf. Grund dafür ist abnehmendes sexuelles Verlangen wegen geringerer Hormonproduktion sowie altersbedingte Schädigungen der Schwellkörper. Finden noch unwillkürliche, nächtliche oder morgendliche Erektionen statt, und treten die Probleme bei der Selbstbefriedigung nicht auf, stecken meist psychische Ursachen hinter den Störungen.

Häufige Ursachen

Psychische Probleme:

  • Leistungsdruck, Versagensängste.
  • Partnerschaftsprobleme.
  • Depressionen.
  • Stress oder Müdigkeit.

Organische Ursachen:

  • Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose, Bluthochdruck.
  • Neurologische Erkrankungen (Multiple Sklerose [MS], Morbus Parkinson).
  • Hormonstörungen.
  • Schilddrüsenunterfunktion(Hypothyreose) und Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose).
  • Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen.
  • Diabetes, Übergewicht, Cholesterinwerterhöhung.
  • Nebenwirkung bestimmter Medikamente z. B. gegen Bluthochdruck, Magengeschwüre, Depressionenu. a.
  • Nachfolge einer Prostataoperation.
  • Prostatakrebs, Darmkrebs, Blasenkrebs, Leistenbruch.

Risikofaktoren als Ursache:

  • Verletzungen an der Wirbelsäule oder dem Becken, Querschnittslähmung.
  • Bandscheibenvorfall.
  • Übergewicht, Fettsucht (Adipositas).
  • Schlafapnoe.
  • Nikotingenuss.
  • Alkoholmissbrauch.
  • Drogenkonsum.

Was Sie tun können

  • Psychische Probleme sollten in jedem Fall besprochen werden: Entweder mit der Partnerin oder mit einem Experten (Arzt, Sexualtherapeut).
  • Nicht zu hohe Anforderungen in sexueller Hinsicht an sich selbst stellen und Zeit für den Geschlechtsverkehr nehmen.
  • Zu viel Alkohol und Zigaretten vermeiden.
  • Die Einnahme von gefäßerweiternden Substanzen, z. B. das pflanzliche Yohimbin, kann Erektionsstörungen bessern.
  • Präparate mit Sildenafil (Viagra), Tadalafil (Cialis), Vardenafil (Levitra) oder entsprechende Nachfolgesubstanzen enthalten einen Wirkstoff, der die Durchblutung im Schwellkörper anregt. Allerdings sind die Produktangaben bezüglich Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und die Gegenanzeigen genau zu beachten. So dürfen diese Präparate bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht eingenommen werden, z. B. bei der Einnahme nitrat- oder molsidominhaltiger Medikamente.





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