Frauengesundheit

 
FrauengesundheitFrauen leben im Durchschnitt etwa sechs Jahre länger als Männer. Die längere Lebenserwartung ist zum Teil auf die geringere Neigung von Frauen zurückzuführen, lebensgefährdende Risiken z.B. im Verkehr einzugehen und eines nicht natürlichen Todes zu sterben. Aber auch die Sterblichkeit an natürlichen Todesursachen ist bei Männern in allen Lebensaltern höher als bei Frauen. Aus diesem genetisch bedingten Überlebensvorteil lässt sich aber nicht folgern, dass Frauen generell gesünder sind oder sich gesünder fühlen als Männer.

In der Jugend können die Weichen für ein gesundheitsbewusstes Leben gestellt werden

Ein häufiges Problem von Mädchen und jungen Frauen ist das Streben nach einem körperlichen Schönheitsideal mit einer superschlanken Top-Figur. Dies kann, wenn das biologisch geregelte Körpergewicht höher liegt, nur durch kontrolliertes Essen erreicht werden. Der Konflikt zwischen den biologischen Bedürfnissen und den sozialen Zwängen läuft leicht aus dem Ruder, vor allem wenn im Pubertätsalter psychische Krisen hinzukommen. Dann kann es zu Magersucht bzw. Anorexia nervosa kommen. In etwas höherem Alter treten Anfälle von Esssucht auf, häufig gefolgt von Erbrechen, die sog. Bulimie. Diese Essstörungen können, wenn auch der Wasser- und Salzhaushalt durcheinander gerät, zu schweren Gesundheitsgefährdungen führen. Betroffen sind meist Mädchen und junge Frauen mit einem niedrigen Selbstwertgefühl und der Neigung zur Abschottung gegenüber der Umwelt. In solchen Krisensituationen ist es wichtig, keine Vorwürfe zu machen, sondern ein offenes vorurteilsfreies Gespräch zu suchen. Dabei kommt den Beratungsangeboten von fachkundigen Ärztinnen und Ärzten und Selbsthilfegruppen eine wichtige Rolle zu.

Ein weiteres, immer gefährlicher werdendes Gesundheitsrisiko für heranwachsende Frauen ist die Zunahme des Rauchens. Der Anteil der Raucherinnen unter den 12-17Jährigen ist inzwischen mit nahezu 40 % ebenso hoch wie bei den männlichen Jugendlichen. Dieser Anstieg macht sich bereits in dem häufigeren Auftreten von Lungenkrebs bei Frauen bemerkbar. Neben schlechten Vorbildern (Töchter von rauchenden Müttern rauchen als Jugendliche sechsmal häufiger als Töchter von Nichtraucherinnen) spielt dabei in Deutschland die leichte Erreichbarkeit von Zigaretten über Automaten eine wesentliche Rolle.

Gesundheitsprobleme von Frauen bedingt durch Alkoholmissbrauch waren bisher vor allem lesen Sie weiter




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