Interessantes aus der Chronobiologie

- Die Umstellung auf Sommerzeit verursacht einen Mini-Jet-Lag. Es gibt in Deutschland acht Prozent mehr erkehrsunfällen am ersten Montagmorgen der Sommerzeit.
- Beim Winterschlaf der Tiere handelt es sich um eine Extremform des normalen Schlafes. Es ist ein besonders tiefer Schlaf ohne Erholungseffekt und REM-Phasen. Manche Tiere wachen alle 14 Tage aus ihrem Winterschlaf auf - um zu schlafen. Dabei erholen sie sich vom Winterschlaf, in den sie dann gleich wieder eintrauchen.
- Abens sinkt die Körpertemperatur des Menschen. Ohne Schlaf wird man nachts irgendwann hungrig, müde und missmutig. as ist spätestens zum Zeitpunkt des Temperaturminimums. Danach werden wir wieder wacher, sind ein wenig aufgedreht und sogar recht guter Laune (Siehe auch Schlafentzug!)
- Die Menschen, die mittags regelmäßig schlafen, werden besonders alt. Der Mittagsschlaf gehört zu seinem biologischen Programm und hilft die "labile Tief" gegen 13:30 Uhr zu überbrücken und Mittags-Unfälle zu vermeiden. Der Mittagsschlaf fördert die Gesundheit und Leistungsfähigkeit, sollte aber nicht länger als 30 min betragen, da sonst das "Wieder-in-Schwung-Kommen" das Herz-Kreislauf-System stark belastet.
- Bei der Nachtschlafdauer gibt es einen Jahreszeiten-Rhythmus: Im Winter schlafen wir länger und im Sommer kürzer. Frauen schlafen übrigens natürlicherweise etwas länger als Männer, aber sie leben ja auch länger.
- Die Rhythmen kranker Menschen schwingen weniger klar im 24-Stunden-Takt als die Rhythmen Gesunder.
- Die Innere Uhr der Menschen am Äquator gerät nicht so leicht aus dem Takt. Auch ihre Anfälligkeit für Depressionen ist verschwindend gering im Vergleich zu den Menschen, die auf höheren Breitengraden leben und dem jahreszeitlichen Rhythmus stärker unterworfen sind.


