MPU: Medizinisch-Psychologische Untersuchung
Wer wegen alkoholisiertem Fahren von der Polizei gestellt wird, ist statistisch vorher schon bis zu 3000 mal vorher unter Alkoholeinfluss gefahren.Wenn man mit 1,6 Promille Blutalkohol am Straßenverkehr teilnimmt, kann davon ausgegangen werden, dass eine Alkoholproblematik und eine lange Alkoholgewöhnung vorliegt; das ergaben wissenschaftliche Untersuchungen.
Wegen alkoholisiertem Autofahrens kann ein Fahrverbot oder ein Entzug der Fahrerlaubnis verhängt werden. Bei der MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung, oft “Idiotentest” genannt) muss der Autofahrer dann nachweisen, dass er zukünftig nicht mehr unter Alkoholeinfluss fahren wird.
Jährlich finden ca. 100.00 Untersuchungen der MPU statt. Bei der ersten MPU fallen ca. 50% der Betroffenen durch, bei 20% wird eine Nachschulung erforderlich und 30% bekommen ihren Führerschein gleich zurück.
Beeinträchtigungen des Fahrverhaltens sind bereits ab 0,3 Promille Blutalkoholkonzentration zu erwarten. Ab einer Promillezahl von 1,6 ist die erneute Überprüfung der Fahreignung in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.
Tipps für eine erfolgreiche MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung)
Bagatellisieren Sie Ihr Alkoholproblem nicht (“Ich habe nur getrunken, weil...”). Stehen Sie zu Ihrem Alkoholproblem bzw. Ihrer Alkoholkrankheit.Leben Sie alkoholabstinent. Dieses können Sie glaubhaft machen, wenn Sie sich regelmäßig Blut von Ihrem Hausarzt abnehmen lassen. Sie können dann zur MPU diese Blutwerte (mit den sog. Leberwerten) vorlegen aus denen Ihre Alkoholabstinenz über einen längeren Zeitraum plausibel wird.
Bereiten Sie sich auf die MPU vor, z.B. durch entsprechende Literatur oder Vorbereitungslehrgänge (gibt es auch vom alkoholratgeber.de) .
Wichtig: Besuchen Sie auf jeden Fall eine Suchtberatungsstelle und/oder eine Selbsthilfegruppe, um sich mit den Ursachen Ihres Alkoholmißbrauches auseinader zu setzten und Lösungsschritte zu erarbeiten.
Eine absolvierte ambulante oder stationäre Entwöhnungsbehandlung ist ein guter Hinweis für den TÜV, dass Sie auch zukünftig keine alkoholisierte Autofahrten mehr unternehmen werden. Allerdings wird i.d.R. nach einer Alkoholtherapie eine Abstinenzzeit von ca. einem Jahr verlangt, bevor man den Führerschein wieder bekommt.


